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Evangelische Jugend: Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Rassismus - nicht bei uns!

"In weiten Teilen der Gesellschaft fallen Teile rechtsextremer Propaganda auf fruchtbaren Boden. Auch im Alltagsleben finden sich intolerante Grundeinstellungen, autoritäre Denkmuster, Gewaltbereitschaft gegen Andersdenkende und eine Ablehnung von Menschen mit Migrationshintergrund wieder“, heißt es im Positionspapier der 120. Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e. V. (aej).

Die Evangelische Jugend stellt klar: „Wir treten ein für Freiheit, Demokratie, die Einhaltung der Menschenrechte, Toleranz und Akzeptanz, Gleichberechtigung und soziale Gerechtigkeit, Nächstenliebe, Solidarität und Gewaltlosigkeit.“ Die Evangelische Jugend verpflichtet sich u. a. zu Aufklärungsarbeit und Sensibilisierung junger Menschen in ihren Angeboten und Gruppen und ruft sie auf, Zivilcourage zu zeigen, Grenzen zwischen den Menschen zu überwinden und gemeinsam an einer toleranten und offenen Gesellschaft mitzuwirken.

Mike Corsa, Generalsekretär der aej, hält ein entschiedeneres Vorgehen gegen den Rechtsextremismus für erforderlich: „Die Rechtsextremen verbessern ihre organisatorische Basis und ihre Rattenfänger-Strategien werden geschickter. Die Wahlergebnisse für die Nazis in den letzten Wochen dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Rechtsextremismus in unserer Gesellschaft weiter Fuß fasst.“ Corsa sieht dabei mehr denn je auch die Politik gefordert: „Die Ankündigung im Koalitionsvertrag, die Programme gegen den Rechtsextremismus neu aufzustellen, kann in der aktuellen Situation nur bedeuten, ihre Zielrichtung noch deutlicher darauf zu konzentrieren, alle demokratischen gesellschaftlichen Gruppen zum Kampf gegen rechtsextreme Tendenzen zu gewinnen und zu unterstützen. Die Evangelische Jugend hat dazu stets ihren Beitrag geleistet.“

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