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Kinderschutz / Politik

Thüringens Chefin der Staatskanzlei unterstützt Aktionstag „Red Hand Day 2011“

„Kinder sollen in Frieden und Freiheit leben. Sie dürfen von Erwachsenen nicht als Kindersoldaten missbraucht, in Minenfelder gejagt oder zum Töten gezwungen werden. Krieg und Gewalt zerstören Kinderseelen und hinterlassen unheilbare Wunden. Deshalb ist es wichtig, dass wir ein deutliches Zeichen setzen gegen diese abscheuliche Art des Kindermissbrauchs.“ Dies sagte Thüringens Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Chefin der Staatskanzlei Marion Walsmann, die morgen im Thüringer Landtag den Aktionstag „Red Hand Day 2011“ unterstützen wird.

Erfurt, 11. Februar 2011 -  Der Red Hand Day findet seit 2002 jährlich am 12. Februar statt. Die Aktionen an diesem Tag gehen auf ein Zusatzprotokoll der UN-Kinderrechtskonvention zurück, wonach der Missbrauch von Kindern als Soldaten verboten ist. Der Abdruck der roten Hand (Red Hand) ist dabei das Symbol, um weltweit auf die Situation von Kindersoldaten aufmerksam zu machen. Es ist das Symbol, um diese Form des Kindesmissbrauchs zu bekämpfen. Bis Dezember 2010 wurden weltweit in mehr als 40 Ländern 350.000 rote Handabdrücke gesammelt. Dennoch sind nach Angaben der Vereinten Nationen auf der Welt immer noch 250.000 Kindersoldaten bei kriegerischen Auseinandersetzungen im Einsatz. Vor diesem Hintergrund protestieren morgen Erfurter Schülerinnen und Schüler ab 10.00 Uhr im Thüringer Landtag gegen den Missbrauch von Kindern als Soldaten. Ministerin Marion Walsmann wird um 13.00 Uhr ihre Red-Hand-Abdrücke entgegen nehmen und ein Grußwort an die Schülerinnen und Schüler richten.

Walsmann würdigte das große Engagement von Erfurter Schülern, die im Thüringer Landtag mit ihren Aktionen eine Initiative des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge unterstützen werden. „Damit zeigen die Jugendlichen Flagge im Kampf gegen den Kriegseinsatz von Kindern, der die Schwächsten der Gesellschaft zu Tätern macht und damit junges Leben auf brutale und schreckliche Weise zerstört. Kinder können sich nicht aussuchen, wo und unter welchen Umständen sie geboren werden und aufwachsen. Deshalb haben wir ihnen gegenüber eine besondere Verantwortung. Wir dürfen nicht wegschauen, sondern müssen aktiv für unsere Jüngsten eintreten - und zwar überall auf der Welt“, sagte Walsmann.

Walsmann würdigte die Initiative des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge gegen den Einsatz von schätzungsweise 250.000 Kindern, die derzeit weltweit als Soldaten missbraucht werden, als einen wichtigen Baustein der Friedensarbeit. „Zahlreiche Schülerinnen und Schüler aus Erfurter Schulen setzen damit ein Zeichen und zeigen den betroffenen Kindern in der ganzen Welt: „Wir sind an Eurer Seite! Wir wollen euch helfen!“, erklärte die Ministerin: „Kinder müssen überall auf der Welt auch wie Kinder leben dürfen, das muss das Ziel sein.“

Quelle: Thüringer Staatskanzlei