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Nachhaltigkeit / Kinder- und Jugendarbeit

„Zukunft, fertig, los!“ – Bildungswettbewerb für globale Nachhaltigkeitsziele

Mädchen und Junge tragen T-Shirts mit Recyclingsymbol
Bild: © WavebreakMediaMicro - Fotolia.com

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung sucht mit dem Bildungswettbewerb „Zukunft, fertig, los!“ Ideen zur Vermittlung der 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen. Noch bis 24. November 2017 können sich Projekte aus Kita, Schule, Berufs- und Hochschule, Fort- und Weiterbildung sowie der non-formalen und informellen Bildung bewerben, die möglichst mit Kindern bzw. Jugendlichen erarbeitet wurden.

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) will eine Bildungslücke angehen, die große Wirkung bis hinein in die Politik hat. Die universellen Nachhaltigkeitsziele sollen in deutschen Bildungsinstitutionen vorkommen. Dazu ruft der Rat zum Bildungswettbewerb „Zukunft, fertig, los!“ auf. Gesucht werden Ideen, die in Kita, Schule, Berufs- und Hochschule, der Fort- und Weiterbildung und der non-formalen und informellen Bildung die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen vermitteln.

Diese 17 Ziele, die sogenannten Sustainable Development Goals (SDGs), wurden 2015 von der Weltgemeinschaft beschlossen und sollen den Weg in eine bessere Zukunft für alle weisen. Armut und Hunger beenden, Meere und Ökosysteme schützen, gerechte Bildung und lebenslanges Lernen fördern, um nur einige zu nennen. Sie stehen für Hilfsbereitschaft, Verantwortung und Empathie und sprechen eine klare Sprache: Ein würdevolles Leben für alle erfordert den grundlegenden Wandel der Lebensweisen und der Wirtschaft.

Eigenverantwortliches Handeln zur Umsetzung der SDGs fördern

„Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene haben oftmals einen unverstellten Blick auf die Welt und ihre Ungereimtheiten. Sie fragen sehr direkt nach dem ‚Warum‘ und entwickeln daraus verblüffende und unkonventionelle Ideen für die Welt von morgen“, so Ulla Burchardt, Mitglied des Nachhaltigkeitsrates und Jury-Mitglied des Bildungswettbewerbs. Der Bildungswettbewerb soll eigenverantwortliches Handeln zur Umsetzung der SDGs fördern und die Weitergabe guter Umsetzungsmaßnahmen und -ideen stärken.

Auch Orte non-formaler Bildung erreichen

„Dabei wollen wir zusätzlich zu den klassischen Bildungseinrichtungen wie Schulen auch Jugendverbände und Sportvereine erreichen. An diesen Orten non-formaler Bildung engagieren sich viele junge motivierte Menschen“, betont Dominik Naab, stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Bundesjugendrings (DBJR) und Leiter der Wettbewerbsjury.

Wer teilnehmen kann

Mitmachen können alle, die gute Bildungsideen zur Vermittlung der Nachhaltigkeitsziele haben: Schülerteams und Studierende ebenso wie Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer, Dozentinnen und Dozenten und Menschen aus dem Bereich der non-formalen und informellen Bildung (z.B. Vereine und Verbände). Entwickelt werden sollten die Ideen möglichst von oder mit Kindern, Jugendlichen und/oder jungen Erwachsenen.

Welche Ideen gesucht werden

Jeder kreative Weg, der Kindern und jungen Menschen die Nachhaltigkeitsziele verständlich und anschaulich vermittelt, ist erlaubt. Eine Ausstellung oder ein Theaterstück, Lernmaterial oder ein Kalender, eine Kampagne, Veranstaltung, ein Video, eine App oder eine Webseite, eine eigene Zeitschrift oder eine Medienkooperation – oder auch etwas ganz Anderes. Wichtig ist, dass es sich um Ideen handelt, die noch nicht umgesetzt sind oder auf bestehende Projekte und Aktivitäten aufbauen und diese erweitern.

Wer die Auswahl trifft

Die Wettbewerbsbeiträge werden von einer fachkundigen Jury ausgewertet und nominiert. Die Jury setzt sich aus den Ratsmitgliedern Prof. Dr. Alexander Bassen, Ulla Burchardt und Kathrin Menges sowie den externen Experten Dominik Naab vom Deutschen Bundesjugendring und Susanne Salz von der UN SDG Action Campaign zusammen.

Was es zu gewinnen gibt

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung lädt die besten Wettbewerber des Bildungswettbewerbs „Zukunft, fertig, los!“ zu einem Treffen am 30.01.2018 in Berlin ein, wo sie ihre Ideen ausgewählten Nachhaltigkeitsexpertinnen und -experten vorstellen und diese als Partnerinnen und Partner gewinnen können. Die Unterstützung der Experten aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft kann dabei finanziell oder handlungspraktisch sein, zum Beispiel indem ein Projekt gemeinsam mit den Experten, unterstützt durch deren fachliche Beratung, umgesetzt oder bekannt gemacht wird.

Bewerbungsschluss ist der 24. November 2017. Mehr Infos zum Bildungswettbewerb für Nachhaltigkeit „Zukunft, fertig, los!“ finden sich auf der Webseite des Rats für Nachhaltige Entwicklung sowie auf Facebook und Twitter, unter dem Hashtag #SDGBildung.

Über den Rat für Nachhaltige Entwicklung

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) wurde erstmals im April 2001 von der Bundesregierung berufen. Dem Rat gehören 15 Personen des öffentlichen Lebens an. Die Aufgaben des Rates sind die Entwicklung von Beiträgen für die Umsetzung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie, die Benennung von konkreten Handlungsfeldern und Projekten sowie Nachhaltigkeit zu einem wichtigen öffentlichen Anliegen zu machen. In der Wahl seiner Themen und Aktionsformen ist der Rat unabhängig. Ergebnisse aus der laufenden Arbeit sind zum Beispiel der Deutsche Nachhaltigkeitskodex, Stellungnahmen zur Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie, zu den Globalen Nachhaltigkeitszielen, zur Klimapolitik, zur Rohstoffpolitik und zur fiskalischen Nachhaltigkeit, zum Ökolandbau, die zivilgesellschaftlichen Initiativen von Projekt Nachhaltigkeit, der Strategiedialog zur nachhaltigen Stadtentwicklung mit Oberbürgermeistern, die Impulse Jugendlicher und junger Erwachsener zur kommunalen Nachhaltigkeit und zur deutschen Nachhaltigkeitspolitik sowie Beiträge zur „Green Economy“.

Als Mitglied in der Nationalen Plattform Bildung für nachhaltige Entwicklung setzt sich die Vorsitzende des Rates Marlehn Thieme aktiv für die Implementierung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der deutschen Bildungslandschaft ein. Der RNE-Bildungswettbewerb „Zukunft, fertig, los!“ soll einen konkreten Beitrag zur Umsetzung des Nationalen Aktionsplans Bildung für nachhaltige Entwicklung leisten.

Quelle: Rat für Nachhaltige Entwicklung

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