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Zeitgemäßer Jugendmedienschutz. Allein wird's keiner machen. Es geht nur übers Team. – KJug 4-2020


Handlungsfeld:

  • Kinder- und Jugendarbeit

Materialienkategorie: Zeitschrift / Periodikum

Medientyp: Internet, Print

Strukturebene: Bund

Kurzbeschreibung:

Ein neues Jugendmedienschutzrecht wurde am 14. Oktober im Bundeskabinett beschlossen, denn das alte stammt noch aus der Zeit vor Facebook, Twitter und Instagram. Die Digitalisierung hat aber längst so gut wie alle Lebensbereiche durchdrungen und die Medienwelt grundlegend geändert. Es war also höchste Zeit, das gesetzliche Regelungswerk zum Jugendmedienschutz zu reformieren.

Zielsetzung der Novellierung des Jugendschutzgesetzes ist es regulatorische Antworten für einen Kinder- und Jugendmedienschutz im 21. Jahrhundert zu geben. Welche Änderungen sinnvoll, notwendig, entbehrlich, oder sogar nicht rechtskonform sind, stellen die Autorinnen und Autoren – Vertreterinnen und Vertreter der einschlägigen Institutionen der Medienaufsicht, der Selbstkontrolle und der Medienpädagogik – in der aktuellen Ausgabe von KJug dar. Den Statements vorangestellt ist ein Überblick über die geplanten Änderungen, ihre Reibungspunkte und ihre mögliche Rolle für eine tatsächliche, nachhaltige Modernisierung des komplexen Rechtsbereichs.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V. begrüßt u.a., dass Filme und Games zukünftig die gleiche Alterseinstufung erhalten sollen, egal auf welchem Weg sie vertrieben werden. Damit wird Eltern, Fachkräften und Kindern und Jugendlichen eine einheitliche Orientierung geboten. Der Schutz vor Interaktionsrisiken wie Mobbing, Grooming und auch vor Kostenfallen im Netz ist ein weiterer wichtiger Aspekt und auch die Tatsache, dass Anbieter Schutzkonzepte wie altersgerechte Voreinstellungen Hilfs- und Beschwerdesysteme entwickeln müssen wird befürwortet.

Aus dem Inhalt:

  • Dr. Stephan Dreyer: Nichts für schwache Nerven?! Wie Bund und Länder den Jugendmedienschutz modernisieren wollen
  • Thomas Salzmann, Dr. Niels Brüggen: Die ZUKUNFTSWERKSTATT der BPjM – Kinder- und Jugendmedienschutz vom Kind aus gedacht
  • Statements: Was kann, soll und muss das (neue) Jugendschutzgesetz leisten?
  • Dr. Wolfgang Kreißig: Gefragt sind kohärente Lösungen für einen zielgerichteten Kinder- und Jugendmedienschutz in Deutschland
  • Stefan Linz: Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung
  • Lorenzo Von Petersdorff: Neues JuSchG führt nicht zum Ziel
  • Claudia Mikat: Halt auf halber Stecke: Der Entwurf für ein neues Jugendschutzgesetz wird der Medienkonvergenz nicht gerecht
  • Martin Drechsler: Gemeinsame Regulierung und geteilte Verantwortung
  • Thomas Krüger: Die aktuelle Jugendschutzreform aus kinderrechtlicher Perspektive
  • Dr. Friederike von Gross: Kreatives, kritisches und sicheres Medienhandeln von Kindern und Jugend-lichen ermöglichen
  • Elena Frense (Fachbeitrag): Anforderungen an einen zeitgemäßen Jugendmedienschutz aus Perspektive von Kindern und Jugendlichen
  • Sarah Spannruft, Tobias Titt (Aus der Hochschule): Frühkindliche Bildung und digitale Medien. Die Wirksamkeit (fach-)politischer Programme und eine Bestandsaufnahme in Kindertagesstätten in Nordrhein-Westfalen
  • Sigmar Roll (Recht): Wenn schon der Start ins Leben problematisch ist. Inobhutnahme eines Neugeborenen
  • Kristina Winter, Mirja Kuhlencord, Dr. Irene Moor (Aktuelle Studie): HBSC-Studie: Kinder und Jugendliche »im Rausch«?

Schlagworte:
Jugendmedienschutz, Jugendmedienschutz-Staatsvertrag der Länder, Jugendschutz, Medien, Medienbildung, Neue Medien, Fake News, Cyber-Mobbing, Digitalisierung, Cyber-Grooming

Herausgabedatum: 2020

Sprache: deutsch

Link zum Material:
https://www.bag-jugendschutz.de/kjug_aktuell.html
https://www.kjug-zeitschrift.de/

Autor/-in bzw. Herausgeber/-in der Materialien:
Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V.

Kontakt:
Ingrid Hillebrandt
kjug@DontReadMebag-jugendschutz.de

Lizenz:
INT 2.0 – Namensnennung – keine Bearbeitung CC BY-ND 2.0

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