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Von den Computerfreaks zur Mediengeneration

Von den Computerfreaks zur Mediengeneration

Handlungsfeld:

  • Kinder- und Jugendarbeit
  • Jugendsozialarbeit

Materialienkategorie: Monographie / Buch

Medientyp: Print

Strukturebene: Bund

Kurzbeschreibung:

„…Ich liebe meine zwei Fernseher, drei Videorekorder, einen alten Atari zuhause und die anderen im Büro. Ich schätze sie, ich setze sie als dienende Instrumente ein…“ so Dieter Baacke, der Vater der Medienkompetenz, in einer denkwürdigen Diskussion mit Hartmut von Hentig im Jahre 1998 (Videomitschnitt unter www.interaktiv-muc.de, Rubrik Archiv).

 

Heute würde Dieter Baacke, der leider längst verstorben ist, sicherlich ergänzen: „…außerdem liebe ich meine Laptops, mein Handy, meinen iPod, meine PSP und NDS, ich schätze meine Accounts bei XING, Plaxo und Utopia.“ Obwohl Dieter Baacke ein weitsichtiger Mann war, würde er sich heute sicherlich verwundert die Augen reiben, ob der medialen Vielfalt im Jahr 2009.

 

Die Medienpädagogik ist immer auch ein Kind ihrer Zeit. Die aktuellen Herausforderungen sind untrennbar mit den jeweiligen Technologieentwicklungen und deren Verbreitung verbunden. Allein die Zeitspanne der letzten zehn Jahre kann als Quantensprung der Medienpädagogik gesehen werden. Die veränderten Rahmenkonstellationen sind gewaltig: Noch im Jahre 2000 gab es kein YouTube (2005 gegründet), Videos im Internet anzuschauen war aus heutiger Sicht beinahe anarchisch angesichts der langsamen Geschwindigkeit und der pixeligen Auflösung.

 

Die heute bei Jugendlichen omnipräsenten Communities stecken eigentlich noch in den Kinderschuhen: Facebook, 5 Jahre alt, Lokalisten und SchülerVZ, 4 Jahre alt und wer-kennt-wen, 3 Jahre alt. Eine Ausstattung mit Rechner, Beamer und digitaler Kamera für die aktive Medienarbeit hätte im Jahr 2000 noch jede Jugendfreizeitstätte in finanziellen „Krisen“ gestürzt. Heute gehört ein solches Medienequipment fast zum selbstverständlichen Inventar wie der Fußball-Kicker. Im Jahr 2000 war es vor dem Surfen im Internet in vielen Privathaushalten normal, das Telefonkabel aus- und das Internetkabel einzustecken. Mit einem 56K-Modem (und das war noch schnell) ging es dann ins World Wide Web, immer mit dem Blick auf die Uhr, denn die Minutenpreise tickten. Und wer hat es nicht noch im Ohr, das typische Modem geräusch bei der Einwahl.

 

Das alles war nicht vor hundert Jahren, sondern im Jahr 2000.

 

Das Gautinger Internet-Treffen hat diese Entwicklung begleitet und reflektiert.

Schlagworte:
Medienkompetenz, Medienpädagogik, Neue Medien, Internet, Soziales Netzwerk

Herausgabedatum: 01.07.2009

Sprache: Deutsch

Link zum Material:
http://kopaed.de/kopaedshop/index.php?PRODUCT_ID=640

Autor/-in bzw. Herausgeber/-in der Materialien:
Hans-Jürgen Palme, Eva Deibele, Albert Fußmann

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