Kindertagesbetreuung / Qualifizierung

Weitere Streiks im Sozial- und Erziehungsdienst möglich

Papierschnitt von Menschen, die gemeinsam für eine Sache demonstrieren.
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Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) bereitet weitere Streiks in Kitas und kommunalen Betreuungseinrichtungen vor.

"Wir nehmen das Ergebnis der Mitgliederbefragung ernst. Das empfehlen wir auch der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA). Am Donnerstag müssen sich die Arbeitgeber auf die Gewerkschaften zubewegen. Nur wenn sie ein verbessertes Angebot vorlegen, können sie weitere Streiks vermeiden", sagte GEW-Vorsitzende Marlis Tepe heute in Frankfurt a.M.

Die Tarifkommission und der Koordinierungsvorstand der GEW hatten gestern einen Tarifabschluss auf Grundlage der Einigungsempfehlung der Schlichtungskommission in der Tarifauseinandersetzung im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst (SuE) abgelehnt. Zuvor hatten in einer Mitgliederbefragung 68,8 Prozent der Abstimmungsberechtigten gegen die Schlichtungsempfehlung und für eine Fortsetzung der Streiks votiert. Allerdings ist das Quorum von 75 Prozent ablehnender Stimmen, das Voraussetzung für eine Fortsetzung des unbefristeten Streiks ist, verfehlt worden. Dennoch bereitet die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) weitere Streiks in Kitas und kommunalen Betreuungseinrichtungen vor.

Die nächsten Verhandlungen zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern findet am Donnerstag, 13. August 2015, in Offenbach statt.

Hintergrundinformation

Seit dem 25. Februar 2015 verhandeln die Gewerkschaften mit der VKA über die Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe durch eine bessere Eingruppierung. Die gewerkschaftlichen Forderungen hätten eine Erhöhung der Gehälter von durchschnittlich rund zehn Prozent bedeutet. Nach vier Wochen Streik und einer Schlichtung liegt jetzt ein Angebot auf dem Tisch, das für die Beschäftigtengruppen sehr unterschiedliche Einkommenszuwächse bringen würde: Der Vorschlag sieht bei einer Laufzeit von fünf Jahren je nach Berufsgruppe Steigerungen von zwei bis 4,5 Prozent vor.

Quelle: Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) vom 11.08.2015

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