Kindertagesbetreuung / Sozialforschung

Was passiert in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege?

Eine Erzieherin spielt mit Kindern
Bild: © diego cervo - Fotolia.com

Die Kindertagesbetreuung sieht sich unterschiedlichen gesellschaftlichen Erwartungen ausgesetzt, auf der Agenda der Bildungspläne stehen die verschiedensten Lernziele und Inhalte. Wie sich dies im praktischen Alltagshandeln der pädagogischen Fachkräfte niederschlägt, hat eine ethnografische Studie des Deutschen Jugendinstituts (DJI) nachgezeichnet. Die Ergebnisse geben wichtige Impulse für eine professionelle Weiterentwicklung der praktischen Arbeit in den verschiedenen Betreuungssettings.

Die Kindertagesbetreuung sieht sich ständig wachsenden Leistungserwartungen ausgesetzt. So sollen gesellschaftspolitische Themen wie Inklusion, Partizipation und Diversität ebenso bearbeitet werden wie eine entwicklungspsychologisch motivierte und individuelle Förderung der Kinder sichergestellt sein. Auf der Agenda von Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegepersonen stehen den Bildungsplänen gemäß z.B. auch mathematische, ästhetische und musikalische Bildung. Wie sich die angestrebte Umsetzung all dieser gesellschaftlichen Ziele im praktischen Alltagshandeln der pädagogischen Fachkräfte niederschlägt, hat eine ethnografische Studie des DJI nun nachgezeichnet.

Es wurde die Betreuungspraxis sowohl in Kitas als auch bei Tagesmüttern und in der Großtagespflege untersucht. In der Bilanz stehen Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Praxis, die sich vor dem Hintergrund höchst unterschiedlicher Rahmenbedingungen bei gleichen Zielvorgaben gezeigt haben – eine wichtige Grundlage für eine professionelle Weiterentwicklung praktischer Arbeit in diversen Betreuungssettings. 

Ein ausführlicher Abschlussbericht mit den Ergebnissen aus dem ethnografischen Forschungsprojekt „Profile der Kindertagesbetreuung (ProKi)“ (PDF 1,3 MB) steht auf der Webseite des Deutschen Jugendinstituts zur Verfügung. 

Hintergrund 

Das ethnografisch angelegte Projekt ‚Profile der Kindertagesbetreuung‘ (ProKi) hatte zum Ziel, herauszuarbeiten, wie Alltag und Interaktion in verschiedenen Settings der öffentlichen Kindertagesbetreuung als professionelle Leistungen hergestellt werden. Im Zuge eines Vergleichs von Settings der Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege geht es um die Frage, wie sich Professionalität als Logik des Handelns und von Praktiken darstellt und inwiefern sich durch diese ‚Leistungen‘ die jeweiligen Settings als gemeinsam, different oder spezifisch ausweisen lassen. 

Weitere Informationen zu Hintergrund und Methode sowie weiteren Veröffentlichungen finden sich auf der DJI-Webseite. 

Quelle: Deutsches Jugendinstitut e.V. 

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