Kindertagesbetreuung / Sozialpolitik

ver.di: Qualität in Kitas benötigt gut ausgebildetes Personal

Ein Mädchen im Kindesalter hält sich an einem Klettergerüst auf einem Spielplatz fest
Bild: Bob Dmyt - pixabay.com   Lizenz: CC0 / Public Domain Arbeiten Dritter

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) begrüßt die Aufstockung der Mittel für die Realisierung des „Gute-Kita-Gesetzes“ auf 5,5 Mrd. Euro durch die Bundesregierung. Gleichzeitig fordert ver.di, dass hiermit neue Fachkräfte für Kitas gewonnen beziehungsweise ausgebildet werden.

Das größte Problem bei der Qualitätsentwicklung in den Kitas stelle der von Jahr zu Jahr anwachsende Fachkräftemangel dar, betont ver.di-Bundesvorstandsmitglied Wolfgang Pieper. Für alle Maßnahmen, durch die die Kindertagesbetreuung qualitativ weiterentwickelt werden könne, werde gut ausgebildetes Fachpersonal benötigt.

Neue Fachkräfte gewinnen und Weiterentwicklung der Kita-Qualität

„Auf allen Ebenen des Systems, angefangen bei der täglichen Arbeit in den Kitas, über das Studium der Fachschullehrerinnen bis hin zur Förderung von Nachwuchs an den Universitäten, brauchen wir dringend gutes Personal“ , so Pieper. Eine Personalgewinnung über „Schmalspurausbildungen“ würde die Weiterentwicklung der Kita-Qualität jahrzehntelang unmöglich machen.

ver.di fordert die Bundesregierung daher auf, die Gewinnung von Interessentinnen und Interessenten und die Ausbildung von Fachkräften für die Kindertagesbetreuung sowie des gesamten Ausbildungs- und Unterstützungssystems in den Mittelpunkt der Zielvereinbarungen mit den Ländern im Rahmen des „Gute-Kita-Gesetzes“ (KiQuEG) zu stellen.

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft betonte bereits Anfang Juni folgende Punkte seien vor allem notwendig:

  • die Erhöhung der Fachkraft-Kind-Relation,
  • die Stärkung der Kita-Leitung,
  • Zeit zum Vor- und Nachbereiten und für Elterngespräche
  • sowie eine kontinuierliche Qualifizierung durch Fachberatung.

Hintergrund

Das Bundeskabinett hat am 06.07.2018 den Entwurf für den Bundeshaushalt 2019 beschlossen: 10,3 Milliarden Euro sollen dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) zur Verfügung stehen. Mit dem Gute-KiTa-Gesetz will der Bund die Länder bei der Verbesserung der Kita-Qualität unterstützen - von der Gebührenbefreiung über den Betreuungsschlüssel bis zur Sprachförderung. Der Bund beabsichtigt, die Länder dafür bis zum Jahr 2022 mit zusätzlichen 5,5 Milliarden Euro zu unterstützen.

Quelle: ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft vom 06.07.2018

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