SAFE-KiDS-Studie II

Steigt bei höherer allgemeiner SARS-CoV-2-Inzidenz das Infektionsrisiko bei Kita-Kindern?

Ein Erzieher spielt in der Kindertagesstätte mit einer Gruppe mit Kindern
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Mitte Januar ist die Safe-KIDS-Studie-II gestartet. Das Institut für medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt unter Leitung von Frau Prof. Dr. Ciesek führt die Folgestudie der SAFE-KiDS-Studie fort, in der vom 18. Juni bis zum 10. September 2020 untersucht wurde, ob von Einrichtungen der Kindertagesbetreuung ein besonderes Risiko für eine SARS-CoV-2-Infektion ausgeht. Damals waren die Inzidenzen hessenweit eher niedrig.

Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration engagiert sich in der Pandemie auf verschiedenen Ebenen für hessische Familien und Personal in Kita-Einrichtungen: „Seit August 2020 können sich alle Erzieherinnen und Erzieher in Hessen im Abstand von zwei Wochen auf eine SARS-CoV-2-Infektion testen lassen. Die Kosten dafür trägt das Land. Die Tests tragen zu mehr Sicherheit von Kindern, Eltern, Erzieherinnen und Erziehern bei, wenn Eltern ihre Kinder in den Kitas betreuen lassen“, so der Hessische Sozialminister Kai Klose.

SAFE-KiDS-Studie-II

„Am kommenden Montag, dem 18. Januar, starten wir nun die Safe-KIDS-II-Studie. Das Institut für medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt unter Leitung von Frau Prof. Dr. Ciesek führt die Studie durch,“ erläutert der Minister. Es handelt sich um eine Folgestudie der SAFE-KiDS-Studie, in der vom 18. Juni bis zum 10. September 2020 untersucht wurde, ob von Einrichtungen der Kindertagesbetreuung ein besonderes Risiko für eine SARS-CoV-2-Infektion ausgeht. Damals waren die Inzidenzen hessenweit eher niedrig (siehe Hintergrund).

Auf Basis der Daten und Erkenntnisse aus der SAFE-KiDS-Studie bei vergleichsweise niedrigen Inzidenzen wird die neue Studie nun bei aktuell höheren Inzidenzen als SAFE-KiDS-II-Studie neu aufgelegt. Grund hierfür ist, dass die Studienergebnisse bei niedrigeren Inzidenzen nicht ohne Weiteres auf die aktuelle Situation (mit höheren Inzidenzen) übertragbar sind und die Datenlage zu SARS-CoV-2-Infektionen bei Kindern (in Hessen und auf Bundesebene) weiter ausbaufähig ist. „Im Frühjahr werden wir wissen, ob sich bei höherer allgemeiner SARS-CoV-2-Inzidenz das Infektionsrisiko auch bei Kita-Kindern erhöht. Wir hoffen, dass sich das Ergebnis der ersten Studie bestätigt und wir auch im Winter das Virus in den Kitas nur äußerst selten nachweisen können“, sagt Prof. Dr. Ciesek.

Über einen Zeitraum von zunächst vier Wochen werden ca. 1.500 freiwillige Probanden (Kinder, Erzieherinnen und Erzieher aus hessischen Kindertageseinrichtungen) pro Woche getestet.

Hintergrund

Die SAFE-KiDS-Studie wurde im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration vom Team der medizinischen Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt unter Leitung von Frau Prof. Dr. Ciesek durchgeführt. Die Ergebnisse der SAFE-KiDS-Studie liegen inzwischen vor und sind im Fachjournal „Clinical Infectious Diseases“ veröffentlicht.

Frau Prof. Ciesek und Hessens Staatsminister Klose haben die Studie gemeinsam vorgestellt und erläutert.

Quelle: Hessisches Ministerium für Soziales und Integration vom 16.01.2021