Kindertagesbetreuung / Digitalisierung und Medien

„Spielen, Zappen, Klicken“ – Fortbildung Medienerziehung für Kitas und Horte in M-V

Zwei Kinder auf einem Sofa schauen in ein Tablet
Bild: rawpixel.com

Mit der Fortbildung „Spielen, Zappen, Klicken – Medienerziehung in Kita und Familie – ein Beitrag zur Primärprävention von Mediensucht“ geht die Kampagne „Medien-Familie-Verantwortung“ in Mecklenburg-Vorpommern in eine neue Phase. Zunächst erhalten 18 Kitas und Horte die Fortbildung, in der es in acht Modulen u.a. um Einflüsse der Medienaneignung bei Kindern und Mediennutzung in Familien geht.

Am 24. Januar fiel der Startschuss für eine Weiterbildungsoffensive in Sachen Medienkompetenz, des Verbandes der Ersatzkassen und derLandeskoordinierungsstelle für Suchtthemen zusammen mit weiteren Kooperationspartnern in Mecklenburg-Vorpommern.

Bedarf für konkrete Weiterbildungen aufgegriffen

Im Rahmen der bereits sehr erfolgreich laufenden Öffentlichkeitsaktivität „Medien-Familie-Verantwortung“, bei der grundsätzlich auf das Thema Handynutzung und deren Vereinbarkeit im familiären Alltag aufmerksam gemacht wurde, stellte sich vielfach die Bitte nach konkreten Weiterbildungen für Erzieherinnen und Erzieher in Kitas bei diesem wichtigen, gesellschaftlichen Anliegen. Mit der modularen Fortbildung „Spielen, Zappen, Klicken – Medienerziehung in Kita und Familie - ein Beitrag zur Primärprävention von Mediensucht“ geht das Projekt nun in eine neue Phase.

Von Medienaneignung bis Elterngespräche

In acht Modulen werden u.a. Themen wie Einflüsse der Medienaneignung, Mediennutzung in den Familien, Aufgreifen von Medienerlebnissen in der Kita sowie motivierende Elterngespräche behandelt und medienpädagogische Angebote selbst entwickelt. Die Ersatzkassen sind optimistisch, dass das Projekt gut anläuft, die Teilnehmenden viel für die Praxis mitnehmen und mit konkreten medienpädagogischen Maßnahmen in ihren Einrichtungen die Kinder befähigen, Medien aktiv, dosiert, kritisch, selbstbestimmt und technisch versiert zu nutzen.

Pilotphase: 18 Erzieher/-innen weiterbilden

„Wir freuen uns, dass wir gemeinsam für zunächst 18 Erzieherinnen und Erzieher und damit für 18 Kitas und Horte eine fundierte Weiterbildung in Sachen Umgang mit digitalen Medien organisieren konnten und erwarten, dass die Inhalte der einzelnen Themenmodule nachhaltig in die pädagogische Arbeit einfließen werden“, so die Leiterin der vdek- Landesvertretung Kirsten Jüttner. „Die Expertinnen und Experten, die wir als Referenten gewinnen konnten, stehen dafür, die einzelnen Module theoretisch fundiert und praxisnah sowie mit viel Herzblut durchzuführen.“

Über das Projekt

Die Projektleitung liegt in den Händen der Landeskoordinierungsstelle für Suchtthemen. „Die Idee einer modularen Fortbildung für Erzieherinnen und Erzieher ist im Rahmen der Kampagne „Medien-Familie-Verantwortung“ entstanden. Wir freuen uns, dass wir diese durch die mehrjährige Finanzierung der Ersatzkassen nun nachhaltig umsetzen können“, sagte Rainer Siedeberg, Geschäftsführer der LAKOST M-V.

Über die Kooperationspartner

Als Projektpartner konnten Einrichtungen und Institutionen gewonnen werden, die sich maßgeblich auch im Bereich Mediensucht, Medienverantwortung und medialer Prävention engagieren: der Landesdatenschutzbeauftragte M-V, das Kompetenzzentrum und Beratungsstelle für exzessiven Mediengebrauch und Medienabhängigkeit, das Medienzentrum Greifswald e.V., die Medienwerkstatt Identity Films e.V., die Regionale Arbeitsstelle für Bildung, Integration M-V e.V. und die Bildungsstätte Schabernack (Zentrum für Praxis und Theorie der Jugendhilfe), Güstrow.

Eine Lenkungsgruppe begleitet den dreijährigen Prozess.

Quelle: Verband der Ersatzkassen e.V. und Landeskoordinierungsstelle für Suchtthemen MV vom 22.01.2018

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