Kindertagesbetreuung / Familienpolitik

Sellering fordert stärkeres Engagement des Bundes bei der Kinderbetreuung

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Ministerpräsident Sellering betont, dass Mecklenburg-Vorpommern die Ausgaben für die Kitas in den letzten zehn Jahren nahezu verdoppelt habe. Nun sei ein stärkeres Engagement des Bundes gefragt.

"Wir in Mecklenburg-Vorpommern setzen seit vielen Jahren einen Schwerpunkt bei den Kitas. Die Landesregierung hat die Ausgaben für die Kindertagespflege in den letzten Jahren Schritt für Schritt erhöht. Wir brauchen jetzt ein stärkeres Engagement des Bundes", forderte Sellering am Montag, 17. Juni 2013, in Schwerin.

Der Ministerpräsident hob hervor, dass Mecklenburg-Vorpommern die Ausgaben für die Kitas in den letzten zehn Jahren nahezu verdoppelt habe. Mit diesen zusätzlichen Mitteln seien unter anderem die Elternbeiträge für Krippenplätze und für das letzte Kindergartenjahr abgesenkt worden. Die Landesregierung habe ein kostenloses Mittagessen für Kinder aus finanziell schwachen Familien eingeführt. Erzieherinnen und Erzieher könnten dank der verbesserten Fachkraft-Kind-Relation und zusätzlicher Vor- und Nachbereitungszeiten heute besser auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Kindes eingehen.

"Die Kitas bleiben ein Schwerpunkt der Landesregierung", kündigte Sellering an. So sehe der Haushaltsentwurf für die Jahre 2014 und 2015, über den die Landesregierung morgen beraten wird, ein weiteren Anstieg der Ausgaben für die Kindertagespflege von derzeit 159 auf 182 Millionen Euro vor. "Wir investieren in die Zukunft unserer Kinder. Mit diesen zusätzlichen Mitteln werden wir in diesem Sommer und im Sommer 2015 in zwei Schritten den Betreuungsschlüssel in den Kindergärten weiter verbessern", sagte Sellering.

"So wichtig diese einzelnen Schritte sind: Unsere langfristigen Ziele wie die Abschaffung der Elternbeiträge werden wir nur erreichen, wenn uns der Bund dabei hilft", sagte Sellering. Es freue sich darüber, dass die SPD auf Bundesebene beschlossen habe, die Elternbeiträge schrittweise abzusenken und mehr Bundesmittel in Kitas zu geben. "Das wären wichtige Verbesserungen für viele Eltern und Kinder in Deutschland."

Quelle: Ministerpräsident und Staatskanzelei Mecklenburg-Vorpommern vom 17.06.2013

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