Kindertagesbetreuung / Inklusion

Schulkindergärten: Sonderpädagogische Förderung für rund 4.400 Kinder in Baden-Württemberg

Ein Junge mit Behinderung spielt in der KIndertagesbetreuung an einem Tisch
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Im laufenden Schuljahr 2018/19 bestehen in Baden-Württemberg nach Angaben des Statistischen Landesamtes 257 Schulkindergärten. In 685 Gruppen werden insgesamt 4.379 Kinder betreut und auf den Besuch einer Kindertageseinrichtung, einer Grundschule oder einer Sonderschule vorbereitet.

Es handelt sich bei Schulkindergärten um vorschulische Einrichtungen für Kinder mit Behinderungen ab 3 Jahren (für Kinder mit körperlicher Behinderung bereits ab 2 Jahren), bei welchen durch die Schulbehörde ein umfassender sonderpädagogischer Förderbedarf festgestellt wurde. Auch während der Zeit einer Zurückstellung vom Schulbesuch können die Kinder in Schulkindergärten gefördert werden. Hier werden sie auf den Besuch einer Kindertageseinrichtung, einer Grundschule oder einer Sonderschule vorbereitet.

Durchschnittlich 6,4 Kinder pro Gruppe

Insgesamt werden 4.379 Kinder in 685 Gruppen der Schulkindergärten Baden-Württembergs betreut. Im Vergleich zum vergangenen Schuljahr 2017/18 sind das 4 Kinder mehr. Ein Drittel (1.425) der betreuten Kinder ist weiblich, der überwiegende Anteil ist jedoch männlich (2.954). Der Anteil der Kinder, die eine ausländische Staatsangehörigkeit besitzen ist von 18,1% im letzten Schuljahr auf 20,4% (894) im laufenden Schuljahr gestiegen. Die durchschnittliche Gruppengröße in Schulkindergärten beträgt unverändert zum Vorjahr 6,4 Kinder. Regional variieren die Durchschnittsgrößen der Gruppen von 4,5 Kindern im Hohenlohekreis bis zu 8,2 Kindern im Landkreis Biberach.

Personal in Schulkindergärten

Von den insgesamt 1 796 Personen des Lehr- und Erziehungspersonals sind 6,7% Männer und 93,3% Frauen. Gut die Hälfte des Personals machen Lehrerinnen und Lehrer aus, 34,8% Erzieherinnen oder Erzieher, 4,7% Sozialpädagoginnen oder Sozialpädagogen und 9,6% haben einen anderweitigen Berufsausbildungsabschluss.

In Grundschulförderklassen werden rund 3.800 Kinder betreut

Im laufenden Schuljahr 2018/2019 gibt es in Baden-Württemberg nach Feststellung des Statistischen Landesamtes an 243 Schulstandorten Grundschulförderklassen mit insgesamt 280 Gruppen. In den Grundschulförderklassen werden schulpflichtige und vom Schulbesuch zurückgestellte Kinder betreut. Ziel der Klassen ist es, die Kinder durch intensive Förderung und freies Spielen in ihrer geistigen, seelischen und körperlichen Entwicklung zu unterstützen. Die Grundschulförderklassen sind direkt an den Grundschulen angesiedelt und eng mit dem ersten Schuljahr verzahnt. Die Kinder sollen möglichst gut auf den Schuleinstieg vorbereitet und wenn möglich bereits im Verlauf des Schuljahres in einer regulären ersten Klasse aufgenommen werden.

Größe der Klassen in den Kreisen sehr unterschiedlich

Im laufenden Schuljahr werden in Baden-Württemberg 3.846 Kinder im schulpflichtigen Alter in Grundschulförderklassen betreut. Das sind 11 Kinder mehr als im vergangenen Schuljahr 2017/2018. Die durchschnittliche Gruppengröße der Grundschulförderklassen im Land beträgt 13,7 Kinder. Die Gruppengröße variiert regional sehr stark und reicht von durchschnittlich 10 Kindern im Ostalbkreis bis zu 19 Kindern im Stadtkreis Baden-Baden. Im laufenden Schuljahr 2018/2019 haben 28% (1.074) der betreuten Kinder eine ausländische Staatsangehörigkeit. Das entspricht einer Steigerung um knapp 5 Prozentpunkte im Vergleich zum vergangenen Schuljahr 2017/2018.

Personal in den Grundschulföderklassen

Während die Anzahl der Kinder in den Grundschulförderklassen gestiegen ist, ging die Anzahl des Lehr- und Erziehungspersonals von 601 Personen im Schuljahr 2017/2018 auf 581 Personen im laufenden Schuljahr 2018/2019 zurück (-3,3%). 53,2% des Personals sind Lehrerinnen oder Lehrer, 39,9% Erzieherinnen oder Erzieher, 3,8% Sozialpädagoginnen oder Sozialpädagogen und 3,1% haben einen anderweitigen Berufsausbildungsabschluss. Männer machen nur 5,0% des Personals aus.

Quelle: Statistisches Landesamt Baden‑Württemberg vom 04.06.2019

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