Kindertagesbetreuung / Bildungspolitik

Schleswig-Holstein: Stärkung der Kitas wird fortgesetzt – 10 Millionen Euro mehr in 2017 für Ü3-Bereich

Kleinkinder krabbeln und spielen
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Die Stärkung des Kita-Bereiches ist ein Schwerpunkt von Sozialministerin Kristin Alheit und der Landesregierung. Das Land hat nun einen neuen Erlass zur Förderung von Kindertagesbetreuung, Sprachbildung und Hortmittagessen veröffentlicht.

Sozialstaatssekretärin Anette Langner betont: "Damit stellen wir 10 Millionen Euro mehr für den Elementarbereich der Kitas im Jahr 2017 bereit. Das ist ein wichtiger und notwendiger weiterer Schritt zur Unterstützung der Kommunen bei der Kitaversorgung. Gemeinsam arbeiten wir kontinuierlich an der Verbesserung der guten Betreuungs-Angebote für die Familien in Schleswig-Holstein. Zugleich stärkt das Land in 2017 die Regional- und Minderheitensprachen in den Kitas. Damit unterstützen wir neben der Sprachbildung in der Kita gezielt den Erhalt der Minderheitensprachen. Sie sind ein wichtiger Bestandteil unseres Landes."

Neue Förderung für Regional- und Minderheiten-Sprachen

Ab dem Jahr 2017 erhöht das Land die Zuweisungen für die Sprachbildung von 6 Millionen Euro auf dann 6,5 Millionen Euro mit dem Ziel, die Anwendung von Regional- und Minderheitensprachen in Kindertageseinrichtungen zu etablieren. Zu den Minderheitensprachen gehören in Schleswig-Holstein Dänisch, Nordfriesisch, Niederdeutsch und Romanes. Die dafür vorgesehenen Mittel in Höhe von insgesamt 0,5 Millionen Euro können von den Kreisen und kreisfreien Städten für die Förderung der Regional-und Minderheitensprachen bis zum 01.04.2017 beantragt werden. Pro Betreuungsgruppe für 0-6-jährige Kinder können die Kreise und kreisfreien Städte den Trägern von Kindertageseinrichtungen bis zu 2.000 Euro für Personal- und Sachkosten bewilligen, wenn die Zuschussvoraussetzungen bezüglich der Regional- und Minderheitensprachen erfüllt werden.

Insgesamt unterstützt die Landesregierung die Kita-Betriebskostenfinanzierung im Jahr 2017 mit mehr als 230 Mio. €. Im Jahr 2016 waren es 200 Mio. €.

Quelle: Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein vom 10.03.2017

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