Kindertagesbetreuung / Bildungspolitik

Sachsen für stärkere Förderung von Naturwissenschaften in Kindergarten und Grundschule

Ein kleiner Junge ist als Entdecker verkleidet, er trägt einen Hut und hat eine Lupe in der Hand. Der andere Junge trägt eine Fliegerbrille und hält ein Flugzeug in der Hand.
Bild: © Alexandr Vasilyev - Fotolia.com

In zahlreichen Kindergärten und Grundschulen Sachsens ist die frühkindliche Bildung im Bereich Naturwissenschaften, Mathematik und Technik bereits verankert. Kultusministerin Kurth fordert weiteres Engagement angesichts des fehlenden Nachwuchses in den MINT-Fächern.

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz und sächsische Kultusministerin Brunhild Kurth besucht am 23. März die gemeinnützige Stiftung "Haus der kleinen Forscher" in Berlin. Die Stiftung fördert schon in Kindergärten und beim Übergang in die Grundschule naturwissenschaftliche, mathematische und technische Bildung.

"Ich begrüße die Arbeit der Stiftung sehr, denn ich wünsche mir, dass alle Kinder die Möglichkeit haben, Naturphänomene und die Phänomene der mathematischen sowie technischen Welt im Alltag zu entdecken. Damit wecken wir schon frühzeitig das Interesse und vielleicht auch Begeisterung für die Naturwissenschaften", sagte die Kultusministerin.

Kitas, Horte und Grundschulen als "Häuser der kleinen Forscher"

In Sachsen sind bereits 62% der 2.248 Kitas und 48% der 612 Horte "Häuser der kleinen Forscher". Damit nimmt der Freistaat derzeit im Bundesvergleich den 1. Platz ein. In diesen Einrichtungen ist die frühkindliche Bildung im Bereich Naturwissenschaften, Mathematik und Technik fest verankert. "Damit hat in Sachsen die frühe naturwissenschaftliche Bildung einen festen Platz im Alltag der Kinder. Angesichts des fehlenden Nachwuchses in den MINT-Fächern, sollten wir die Initiative weiter vorantreiben und das bundesweit", so Kurth weiter.

In Sachsen wurde die Initiative "Haus der kleinen Forscher" nun auch auf die Grundschulen erweitert. So gab es im ersten Schulhalbjahr 2014/15 eine Grundschultour mit Forscherstunden zu Themen aus Sachunterricht und Werken. Daran haben 15 Grundschulen teilgenommen. Um dies im kommenden Schuljahr zu erweitern, unterstützt der Freistaat die Initiative im Grundschulbereich mit rund 40.000 ".

Im Kitabereich finanziert das sächsische Kultusministerium die Erstausstattung der Trainer mit Materialien (je Trainer 200 Euro) und fördert die Netzwerkkoordinatoren der sächsischen Handwerkskammern und der IHK Chemnitz mit jährlich 65.000 Euro. Bei der Umsetzung wird die sächsische Landesregierung seit 2009 von den Handwerkskammern Dresden, Chemnitz und Leipzig und der IHK Chemnitz unterstützt. Diese arbeiten als Netzwerkpartner mit der Stiftung "Haus der kleinen Forscher" zusammen. Die ersten lokalen Netzwerke in Sachsen gründeten sich bereits 2007 mit dem Landkreis Mittelsachsen in Kooperation mit der Technischen Universität Bergakademie Freiberg und mit der Stadtverwaltung Zwickau.

Hintergrundinformationen

Die gemeinnützige Stiftung "Haus der kleinen Forscher" engagiert sich mit einer bundesweiten Initiative für die Bildung von Kindern im Kita- und Grundschulalter in den Bereichen Naturwissenschaften, Mathematik und Technik. Sie unterstützt mit ihren Angeboten pädagogische Fach- und Lehrkräfte dabei, Mädchen und Jungen bei ihrer Entdeckungsreise durch den Alltag zu begleiten. Partner der Stiftung sind die Helmholtz-Gemeinschaft, die Siemens Stiftung, die Dietmar Hopp Stiftung, die Deutsche Telekom Stiftung und die Autostadt in Wolfsburg. Gefördert wird sie vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Seit ihrer Gründung 2006 ist die Stiftung zur größten frühkindlichen Bildungsinitiative im Bereich Naturwissenschaften, Mathematik und Technik geworden. Sie unterstützt pädagogische Fachkräfte mit regelmäßigen Fortbildungen sowie kostenlosen Materialien und Ideen, um gemeinsam mit den Kindern die Welt und die Phänomene des Alltags zu erforschen. Seit 2011 hat die Stiftung ihre Angebote auch auf Kinder im Grundschulalter ausgeweitet und schafft so einen fließenden Übergang, damit die Kinder ihre ersten Lernerfahrungen nach ihrer Zeit in der Kita weiter vertiefen können.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Kultus vom 15.03.2015

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