Kindertagesbetreuung / Migration

Sachsen beteiligt sich am Bundesprogramm "Offensive Frühe Chancen"

Das Land Sachsen wird sich mit 188 Kindertageseinrichtungen (Kita) am Bundesprogramm "Offensive frühe Chancen: Schwerpunkt-Kitas Sprache und Integration" beteiligen.

Bundesweit stehen für das Programm 400 Millionen Euro zur Verfügung. Mit dem Geld finanziert der Bund für vier Jahre qualifiziertes Personal im Umfang einer halben Stelle pro Einrichtung. Davon profitieren Kitas, in denen überdurchschnittlich viele Kinder mit Problemen in der Sprachentwicklung betreut werden. Besonders Einrichtungen, die viele Kinder mit einem Migrationshintergrund aufgenommen haben, stehen im Mittelpunkt. Ziel ist es, die Sprachförderung für Kinder unter drei Jahren verstärkt zu fördern. Die jeweiligen Einrichtungen erhalten dazu jährlich 25.000 Euro.

Kultusminister Roland Wöller begrüßte das Bundesprogramm: "Es ist eine gute Ergänzung zu unserem Landesmodellprojekt 'Sprache fördern'. Das Programm bedeutet vor allem eine zusätzliche Entlastung für Einrichtungen mit einem besonders hohen Anteil an Kindern mit sprachlichen Defiziten." Das sächsische Projekt "Sprache fördern" soll eine umfassende Förderung und gezielte Hilfen im Kita-Alltag bieten. Damit sollen Kinder unterstützt werden, bei denen in der Untersuchung im vierten Lebensjahr Sprachauffälligkeiten festgestellt wurden. Kultusminister Roland Wöller betonte: "Entscheidend für die Qualität der frühkindlichen Bildung ist die Sprachförderung. Sprache öffnet das Tor zum Wissen und ermöglicht erfolgreiche Kommunikation. Sie ist daher für soziale Teilhabe und den weiteren, erfolgreichen Bildungsweg unabdingbar. Neben Kita und Schule trägt hier aber auch das Elternhaus eine große Verantwortung."

Herausgeber: Sächsisches Staatsministerium für Kultus und Sport

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