Kindertagesbetreuung / Flucht und Migration

NRW: Etwa jedes dritte Kind unter sechs Jahren in Kindertagesbetreuung mit Migrationshintergrund

Ein kleines Kind spielt mit Legosteinen
Bild: rawpixel.com

Anfang März 2017 besuchten in Nordrhein-Westfalen 562.924 Kinder unter sechs Jahren ein Angebot der Kindertagesbetreuung. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes mitteilt, hatte davon etwa jedes dritte Kind (178.659) mindestens ein Elternteil, das nicht in Deutschland geboren wurde. Bei jedem vierten Kind (140.730) wurde zu Hause überwiegend nicht Deutsch gesprochen.

Der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund an der Gesamtzahl der Kinder unter sechs Jahren in Kindertagesbetreuung war in den kreisfreien Städten und Kreisen des Landes NRW unterschiedlich: In Gelsenkirchen (51,6 Prozent) und Duisburg (47,7 Prozent) hatte Anfang März 2017 nahezu jedes zweite betreute Kind mindestens ein Elternteil, das nicht in Deutschland geboren wurde. Bielefeld und Remscheid folgten hier mit 44,1 bzw. 43,9 Prozent auf den weiteren Plätzen. Die niedrigsten Anteile ermittelten die Statistiker bei dieser Betrachtung für den Kreis  Coesfeld (7,4 Prozent) und den Hochsauerlandkreis (16,6 Prozent).

Bei den Familien, die sich zu Hause überwiegend nicht in Deutsch unterhalten, wiesen die Städte Gelsenkirchen (41,5 Prozent), Duisburg (40,3 Prozent) und Hagen (36,8 Prozent) die höchsten Quoten auf. Den niedrigsten Anteil von Familien, in denen zu Hause überwiegend nicht Deutsch gesprochen wird, hatte im vergangenen Jahr der Kreis Coesfeld (10,2 Prozent).

Quelle: Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) vom 17.01.2018

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