Kindertagesbetreuung / Jugendsozialarbeit

Mecklenburg-Vorpommern: Investitionen in Kinderbetreuung und Schulsozialarbeit

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Sozialministerin Drese teilte mit, dass die Kommunen in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2017 mehr als 10 Mio. Euro zusätzlich für die Verbesserung der Kindertagesbetreuung erhalten. Zudem investiere das Land von 2007 bis 2020 rund 55 Mio. Euro in Schulsozialarbeit; der gleiche Betrag komme von den Kommunen noch einmal dazu.

Mehr als 10 Mio. Euro zusätzlich für Kinderbetreuung

Die Kommunen in Mecklenburg-Vorpommern erhalten im Jahr 2017 mehr als 10 Mio. Euro zusätzlich für die Verbesserung der Kindertagesbetreuung. Sozialministerin Stefanie Drese hat die entsprechenden Verträge am Freitag unterzeichnet. Bei dem Geld handelt es sich um nicht verbrauchte Mittel, die ursprünglich für das vom Bundesverfassungsgericht gekippte Betreuungsgeld eingeplant waren.

"Die Kommunen werden dadurch in die Lage versetzt, die frühkindliche Bildung weiter zu verbessern", sagte Drese am Freitag. "Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig ist es zu verdanken, dass die Mittel aus dem Betreuungsgeld vor Ort für die Kindertagesbetreuung eingesetzt werden können."

Das Geld wird jeweils zu Hälfte an die Landkreise und die Wohnsitzgemeinden gezahlt. Die Höhe des Betrages ist abhängig von der Zahl der Kinder bis zu zehn Jahren im jeweiligen Kreis. Das Land macht in den jeweiligen Verträgen mit den Landkreisen und kreisfreien Städten keine konkreten Vorgaben, wie das Geld im Einzelnen eingesetzt werden muss. Es ist lediglich festgeschrieben, dass die Mittel für die Kindertagesbetreuung eingesetzt werden müssen. Ein entsprechender Nachweis darüber muss dann bis Mitte 2018 erfolgt sein.

Bereits im Jahr 2016 profitierten die Kommunen von diesen Mitteln und erhielten mehr als 4,5 Mio. Euro.

Zur Verteilung der Mittel an die Landkreise und kreisfreien Städte

Schulsozialarbeit im Land ist langfristig gesichert

Die Schulsozialarbeit an den Schulen in Mecklenburg-Vorpommern ist weiter gesichert. Sozialministerin Stefanie Drese hat am Donnerstag im Landtag einen entsprechenden Antrag der Fraktionen von SPD und CDU begrüßt. "In der Zeit von 2007 bis 2020 investiert das Land rund 55 Mio. Euro in Schulsozialarbeit. Der gleiche Betrag kommt von den Kommunen noch einmal dazu", sagte Drese.

Die Ministerin betonte, dass Schulsozialarbeit einen großen Anteil an der Entwicklung der jungen Menschen hat. "Deshalb ist es mir auch so wichtig, dass Schulsozialarbeit dauerhaft gesichert ist und den Schulsozialarbeiterinnen und -arbeitern eine verlässliche Perspektive geboten wird. Der Antrag der Regierungsfraktionen hat auch deutlich formuliert, dass das Land die Schulsozialarbeit über das Jahr 2020 hinaus sichert."

Für die Schulsozialarbeiterstellen, die bislang aus nicht verbrauchten Mitteln des Bildungs- und Teilhabepaketes (BuT) finanziert werden, stellt das Land zusätzliche 1,8 Mio. Euro zur Verfügung. "Wir unterstützen die Landkreise und kreisfreien Städte, weil wir die gewachsenen Strukturen der Schulsozialarbeit erhalten wollen", so Drese.

Quelle: Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung Mecklenburg-Vorpommern vom 08.12.2016 und 09.12.2016

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