Kindertagesbetreuung

Mecklenburg-Vorpommern: 5,7 Mio. Euro zusätzlich für Kitas in sozialen Brennpunkten

Um die Chancengleichheit zu gewährleisten, stehen auch im Jahr 2012 insgesamt fünf Mio. Euro zusätzliche Mittel für die Kitas zur Verfügung, in denen der Anteil der Elternbeiträge überdurchschnittlich häufig von den Kommunen übernommen werden müssen.

Zusammen mit dem Übertrag aus 2011 stehen 5,7 Mio. Euro in diesem Jahr bereit. 106 Kitas im Land erhalten bereits die zusätzliche Förderung.

"Mit dem zusätzlichen Geld kann zum Beispiel Personal bezahlt werden. Die Kita "future kids" in Schwerin hat eine Sozialarbeiterin für die Elternarbeit engagiert", so die Familienministerin Schwesig am Montag. Bedingung für die zusätzlichen Mittel ist auch, dass die Kitas das Dortmunder-Entwicklungs-Screening für den Kindergarten (DESK) anwenden, um die bestmögliche individuelle Förderung für jedes Kind zu erreichen. "Bei den Erzieherinnen und Erziehern trifft DESK auf ein positives Echo. Bei meinen Besuchen in den Kindertagesstätten wird mir immer wieder bestätigt, dass DESK ein hilfreiches Instrument ist, um frühzeitig Stärken zu erkennen, den Kindern aber auch Hilfestellung zu geben".

Das Land möchte allen Kindern möglichst gleiche Startchancen bieten. Erfreulich ist, dass immer mehr Kinder die Kitas im Land besuchen und so von der Frühförderung profitieren (+ 2.024 Kinder). Besonders auffällig ist, dass die ganztägigen Angebote verstärkt genutzt werden (Krippe + 6,7%, Kindergarten + 5,5%, Kindertagespflege + 6%, Hort + 7,9%).

Die Ministerin ruft dazu auf, dass sich noch mehr Kitas am Verfahren beteiligen. Der Abruf der Landesmittel gestaltet sich in den Kreisen und kreisfreien Städten unterschiedlich. So haben die Landeshauptstadt Schwerin und die Kreise Nordwestmecklenburg und Vorpommern-Rügen die ihnen zur Verfügung stehenden Mittel komplett abgerufen. Im Landkreis Vorpommern-Greifswald ist lediglich noch ein geringer Restbetrag nicht abgerufen.

Quelle: Ministerium für Arbeit, Gleichstellung und Soziales Mecklenburg-Vorpommern vom 27.08.2012

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