Kindertagesbetreuung / Familienpolitik

M-V: Landesunterstützung für frühkindliche Bildung in Kita und Kindertagespflege

Kleines Mädchen mit Puppe
Bild: © Claudia Paulussen - Fotolia.com

Sozialministerin Stefanie Drese hat auf dem 19. Kindergartentag Mecklenburg-Vorpommers weitere Investitionen des Landes für die Kindertagesförderung angekündigt. Darüber hinaus äußerte sie einen Tag zuvor auf der Jubiläumsfeier „40 Jahre Bundesverband für Kindertagespflege“, dass gerade im ländlichen Bereich die Arbeit der Tagesmütter und Tagesväter unersetzbar und die kontinuierliche Verbesserung der Qualität in der Kindertagespflege ihr ein wichtiges Anliegen sei.

Drese auf dem Kindergartentag: Land investiert weiter in die Kindertagesförderung

„Wir werden in den nächsten Jahren Eltern weiter von Beiträgen entlasten, die Qualität unserer frühkindlichen Bildungsangebote verbessern und auch zukünftig dafür sorgen, den Fachkräftebedarf zu decken“, sagte Drese am 21.April auf dem 19. Kindergartentag in Güstrow.

Mit der für Januar 2019 geplanten Einführung der Geschwisterkind-Regelung zahlen Eltern nur noch für ein Kind von der Krippe bis zum Hort. „Damit stellt das Land dann bereits etwa 54 Millionen Euro zusätzlich für die Entlastung von Eltern bei den Beiträgen für die Kindertagesförderung zur Verfügung“, verdeutlichte Ministerin Drese mit Blick auf die bereits seit diesem Jahr umgesetzte 50-Euro-Entlastung. „Dabei wollen wir es in dieser Legislaturperiode aber nicht bewenden lassen und bereiten die Einführung der für Eltern beitragsfreien Kindertagesförderung vor“, so Drese.

Die Ministerin dankte in ihrer Rede den Erzieher/-innen sowie den weiteren Fachkräften für ihr tägliches Engagement für eine gute Entwicklung der Kinder. „Die Qualität in unseren Kitas ist hoch. Wir haben bundesweit die höchste Fachkraftquote, stellen jährlich fünf Millionen Euro zusätzliche Mittel zur gezielten Entwicklungsförderung von Kindern zur Verfügung, haben als eines der ersten Bundesländer eine neue spezifische Kita-Erzieherausbildung gestartet, die sich an der dualen Berufsausbildung orientiert und wir sind mitten in einer Qualitätsoffensive im Bereich der Kindertagespflege“, verdeutlichte Drese.

Als Schirmherrin des Kindergartentages, der in diesem Jahr unter dem Motto „Gemeinsam Flügel geben“ steht, betonte Ministerin Drese: „Wir alle, ob Pädagoginnen und Pädagogen, Erzieherinnen und Erzieher, Tagespflegepersonen, Eltern oder die gesamte Landesregierung, wir alle ziehen am selben Strang: wir wollen, dass Kinder sich zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten entwickeln, ihnen alle Werkzeuge an die Hand geben, die sie benötigen, um sich in ihrem späteren Leben frei und mutig selbst zu verwirklichen.“

Veranstaltet wird der Kindergartentag in enger Kooperation seit dem Jahr 2000 von der Unfallkasse Mecklenburg-Vorpommern und der Landesvereinigung für Gesundheitsförderung (LVG).

Drese auf der Jubiläuumsfeier „40 Jahre Bundesverband für Kindertagespflege“

Auf Einladung der Bundesvorsitzenden Inge Losch-Engler nimmt Sozialministerin Stefanie Drese am 20. April an der Jubiläumsfeier „40 Jahre Bundesverband für Kindertagespflege“ in Berlin teil. Auch Familienministerin Dr. Franziska Giffey hat ihr Kommen angekündigt.

„Die Kindertagespflege ist eine wertvolle Betreuungs- und Förderform und wichtiger Teil des qualifizierten, vielfältigen und integrierten Systems der Kindertagesförderung in Mecklenburg-Vorpommern. Sie steht für die Landesregierung gleichberechtigt neben der Betreuung und frühkindlichen Bildung in unseren Kitas“, betonte Drese anlässlich der Jubiläumsveranstaltung.

Gerade im ländlichen Bereich und für Kleinkinder ist nach Ansicht der Ministerin die Arbeit der Tagesmütter und Tagesväter unersetzbar. So sei der Anteil von Kindern unter drei Jahren, die in Kindertagespflege betreut werden, in Mecklenburg-Vorpommern mit etwa 10 Prozent bundesweit am höchsten

Drese: „Deshalb ist die kontinuierliche Verbesserung der Qualität in der Kindertagespflege ein wichtiges Anliegen für mich. Dazu gehören Hilfen meines Ministeriums für den Aufbau von Vertretungsregelungen bei Ausfall der Tagespflegeperson in den Landkreisen und der Landeshauptstadt Schwerin.“ Darüber hinaus findet eine Fort- und Weiterbildungsoffensive des Landes in der Kindertagespflege statt.

Viel Lob für dieses Maßnahmenpaket gibt es dafür vom Bundesverband für Kindertagespflege. Nach Aussage des Bundesgeschäftsführers Heiko Krause ist das Land Mecklenburg-Vorpommern bundesweit vorbildlich bei der Unterstützung der Kindertagespflege. So unterstütze das Land als erstes Bundesland überhaupt die zuständigen Jugendämter bei der Einführung von flächendeckenden Vertretungsmodellen und der 300-Stunden-Qualifizierung nach dem Kompetenzorientierten Qualifizierungshandbuch Kindertagespflege (QHB).

Das Land beteiligt sich an den allgemeinen Kosten der Förderung von Kindern in Kindertagespflege in der gleichen Höhe wie bei Kindertageseinrichtungen. Die seit dem 1.1.2018 greifende Elternentlastung des Landes in Höhe von bis zu 50 Euro monatlich für die Kita gilt analog für Eltern, deren Kind bei einer Tagesmutter oder einem Tagesvater betreut wird. Auch die zum 1.1.2019 geplante Geschwisterkind-Regelung gilt für Kita und Kindertagespflege.

Quelle: Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung Mecklenburg-Vorpommern vom 20.04.2018 und 21.04.2018

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