Kindertagesbetreuung / Flucht und Migration

Kultusministerin Dorothea Henzler: Sprach- und Leseförderung wichtige Voraussetzung zur nachhaltigen Absenkung der Schulabbrecherquote

„Insbesondere die Sprach- und Leseförderung ist eine wichtige Voraussetzung, um nachhaltig die in den letzten Jahren bereits deutlich zurückgegangene Schulabbrecherquote weiter zu senken“, erklärte heute die Hessische Kultusministerin Dorothea Henzler. Sprachkompetenz sei die Basis für den späteren schulischen und beruflichen Erfolg, so die Ministerin.

Bereits seit 10 Jahren gibt es in Hessen flächendeckend eine vorschulische Sprachförderung. Im Rahmen der Schulanmeldung, die in Hessen ca. eineinhalb Jahre vor der Einschulung erfolgt, findet zudem obligatorisch eine Sprachstandsfeststellung statt, die dazu dient, festzustellen, ob das schulpflichtig werdende Kind die deutsche Sprache altersgemäß beherrscht und ob zu erwarten ist, dass es bei der Einschulung über die notwendigen sprachlichen Fähigkeiten verfügt. Wird ein Förderbedarf aufgrund mangelnder Kenntnisse der deutschen Sprache diagnostiziert, wird den Eltern die Teilnahme ihres Kindes an einem kostenlosen freiwilligen zwölfmonatigem Vorlaufkurs empfohlen. Diese Vorlaufkurse wurden in Hessen als erstem Bundesland im Schuljahr 2002/2003 eingeführt. In ihnen wurden seit deren Einführung annährend 60.000 Kinder gefördert.
„Somit haben wir 60.000 mal verhindert, dass Kinder von Beginn an abgehängt und letztlich zu Schulabbrechern werden. Wir haben ihnen die Chance auf eine erfolgreiche Schullaufbahn eröffnet“, sagte die Ministerin.

„Vom Kindergarten über die Schulen bis zur Berufsausbildung übernimmt Hessen in vielen Feldern eine Vorreiterrolle bei der Förderung von Kindern und Jugendlichen, um zu verhindern, dass Kinder und Jugendliche zu Schulabbrechern werden. Es geht darum, allen in Hessen lebenden Menschen eine gerechte Chance auf gesellschaftliche und wirtschaftliche Teilhabe zu ermöglichen“, sagte die Ministerin.

Quelle: Hessisches Kultusministerium

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