Fachkräftemangel

Kita verdient mehr – Mehr Personal und mehr Qualität

Das Porträt zeigt Michael Fritz, Vorstandsvorsitzender der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“
Bild: Heidi Scherm / Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ Michael Fritz, Vorstandsvorsitzender der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“

230.000 pädagogische Fachkräfte fehlen den Kitas in Deutschland voraussichtlich bis 2030, um ausreichend Plätze und eine kindgerechte Personalausstattung zu bieten. Zu diesem Ergebnis kommt die Bertelsmann Stiftung im neuen „Ländermonitoring Frühkindliche Bildungssysteme“ und dem „Fachkräfte-Radar für KiTa und Grundschule“. Hierzu äußert sich die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ mit einem Statement.

Michael Fritz, Vorstandsvorsitzender der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“, erklärt:

„Die Qualität der Bildungsarbeit in Kitas hängt natürlich an den personellen Ressourcen, wie der Fachkräfte-Radar zeigt. Genauso entscheidend ist aber die Qualifikation des pädagogischen Personals. Die Ansprüche an die pädagogischen Fachkräfte sind in den vergangenen zwei Jahrzehnten enorm gestiegen. Sprachförderung, MINT-Bildung – also Bildung in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – oder Bildung in der digitalen Welt sind nur einige der Inhalte, die heute in den Kitas relevant sind. Es braucht daher gute Bildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Das gilt für erfahrene Erzieherinnen und Erzieher genauso wie für neue Fachkräfte und da ganz besonders für sogenannte Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger.“

Einmal im Jahr veröffentlicht die Bertelsmann Stiftung das „Ländermonitoring Frühkindliche Bildungssysteme“, 2021 zum ersten Mal in Kombination mit dem „Fachkräfte-Radar für KiTa und Grundschule“. Die Studie prognostiziert bis 2030 den Fachkräftebedarf für die Kita-Betreuung und stellt diesen dem voraussichtlich verfügbaren Personalangebot gegenüber. Daraus ergibt sich eine Lücke von mehr als 230.000 Erzieherinnen und Erziehern, die bis 2030 nicht geschlossen werden könne. Möglich sei aber zumindest eine Angleichung zwischen den Bundesländern, so die Studie.

Quelle: Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ vom 24.08.2021

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