Kindertagesbetreuung / Familienpolitik

Investitionsprogramm: 100.000 zusätzliche Kita-Plätze

Gemeinsam mit einer Gruppe kleiner Kinder malt die Erzieherin mit Stiften auf Papier.
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Mit dem im Bundestag beratenen Gesetz stehen die Mittel für zusätzliche Betreuungsplätze in Kindertageseinrichtungen und in der Kindertagespflege zur Verfügung. Das Investitionsprogramm fördert erstmalig auch Betreuungsplätze für Kinder über drei Jahre und ermöglicht den weiteren qualitativen und quantitativen Kita-Ausbau.

Der Deutsche Bundestag hat am Donnerstag (23.03.2017) in erster Lesung den Entwurf des "Gesetzes zum weiteren quantitativen und qualitativen Ausbau der Kindertagesbetreuung" beraten. Mit dem vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend erarbeiteten Gesetzentwurf können zusätzliche 100.000 Betreuungs-plätze in Kindertageseinrichtungen und in der Kindertagespflege für Kinder bis zum Schuleintritt geschaffen werden. Das Investitionsprogramm des Bundes umfasst 1,126 Milliarden Euro für die Jahre 2017 bis 2020. 

Baustein moderner Familienpolitik

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig: "Das vierte Investitionsprogramm 'Kinderbetreuungsfinanzierung' ist ein wichtiger Baustein unserer modernen Familienpolitik, die sich am Bedarf von Eltern und Kindern ausrichtet. Immer mehr Familien wünschen sich qualitativ gute Angebote der Kindertagesbetreuung, denn sie verbessern die Bildungschancen aller Kinder von Anfang an und ermöglichen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Leider stehen noch nicht ausreichend Betreuungsplätze zur Verfügung. Durch die steigende Geburtenrate und die Integration von Kindern mit Fluchthintergrund wächst der Bedarf an Betreuungsplätzen weiter. Deshalb möchten wir gute Kindertagesbetreuungsangebote ausbauen. Das neue Investitionsprogramm wird uns dabei unterstützen. Ich freue mich sehr, dass wir nun einen weiteren wichtigen Schritt vorangekommen sind.“

Chancengleichheit für alle Kinder

Frühe Bildung leistet einen wichtigen Beitrag zur Chancengleichheit für alle Kinder und hat eine immer größere gesamtgesellschaftliche Relevanz. So wird der Bund 2017 die Rekordsumme von fast 2,5 Milliarden Euro in Kindertagesbetreuung - für die Betriebskosten, für Investitionen und für Qualität - investieren. Allein für das im Gesetz verankerte Investitionsprogramm stellt der Bund den Ländern von 2017 bis 2020 Finanzhilfen von über einer Milliarde Euro zur Verfügung. Der Gesetzesentwurf sichert mehr finanzielle Mittel für mehr Betreuungsplätze.

Kita-Ausbau qualitativ und quantitativ

In dem Entwurf des Gesetzes zum Ausbau der Kindertagesbetreuung wird die Grundlage für das Investitionsprogramm "Kinderbetreuungsfinanzierung" 2017 - 2020 geschaffen. Erstmals fördert das neue Programm auch Betreuungsplätze für Kinder über drei Jahren bis zum Schuleintritt. Mit dem Investitionsprogramm investiert der Bund nicht nur in den quantitativen Ausbau der Betreuungsplätze, sondern ermöglicht auch weiterhin die Förderung von Ausstattungsinvestitionen, die beispielhaft der gesundheitlichen Versorgung, Inklusionsmaßnahmen oder der Einrichtung von Ganztagsplätzen dienen.

Das Sondervermögen "Kinderbetreuungsausbau" des Bundes wird in den Jahren 2017 bis 2020 um insgesamt 1,126 Milliarden Euro aufgestockt, um den qualitativen und quantitativen Ausbau der Kindertagesbetreuung bundesweit voranzubringen. Weitere Informationen finden Sie unter www.bmfsfj.de und www.fruehe-chancen.de.

Quelle: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vom 24.03.2017

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