Kindertagesbetreuung / Inklusion

Inklusion in der Kita: LVR startet bundesweit umfangreichste Studie

Kleinkinder krabbeln und spielen
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Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) will mit seiner Rheinland-Kita-Studie den aktuellen Stand der Umsetzung von Inklusion in Kindertageseinrichtungen untersuchen, mit dem Ziel Herausforderungen und Gelingensbedingungen für inklusive Bildung und Erziehung zu benennen. Untersucht werden unter anderem die räumlich-bauliche und personelle Ausstattung sowie das Platzangebot und die Qualifikation des Personals.

Wenn am 1. August das neue Kindergartenjahr startet, beginnt für viele Eltern eine spannende Zeit: Wie klappt die Eingewöhnung? Wie kommt mein Kind mit der neuen Betreuungssituation zurecht? Und wird mein Kind seinen Bedürfnissen entsprechend gefördert? Auch Eltern von Kindern mit Behinderung stellen sich diese Fragen.

Im Jahr 2016 waren es über 22.000 in NRW. Rund 85 Prozent von ihnen wurden in integrativen oder allgemeinen Kindertageseinrichtungen betreut. Inklusion ist also nicht nur ein Thema in der Schule, sondern auch in der Kita.

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) will mit seiner Rheinland-Kita-Studie den aktuellen Stand der Umsetzung von Inklusion in Kindertageseinrichtungen untersuchen. Im Rahmen einer Vollerhebung der etwa 5.500 rheinischen Kitas wird ein Team des Lehrstuhls für Entwicklungswissenschaft und Förderpädagogik (Inklusion) der Universität Siegen erstmals eine solide Datenbasis liefern. Die Studie wird Herausforderungen und Gelingensbedingungen für inklusive Bildung und Erziehung benennen. Untersucht werden unter anderem die räumlich-bauliche und personelle Ausstattung sowie das Platzangebot und die Qualifikation des Personals.

Umfangreichste Forschungsprojekt zum Themenkomplex Inklusion

Aufgrund der hohen Anzahl an befragten Einrichtungen ist die Untersuchung das bundesweit umfangreichste Forschungsprojekt zum Themenkomplex Inklusion im Bereich frühkindlicher Bildung. Die Kosten liegen bei 250.000 Euro. Die Untersuchung ist auf zwei Jahre angelegt. Erste quantitative Ergebnisse werden aber bereits Anfang 2018 vorliegen.

Die Auftaktveranstaltung zur Rheinland-Kita-Studie wird am 22. Juni 2017, ab ca. 12.45 Uhr, im LVR-Landeshaus in Köln-Deutz stattfinden.

Über den LVR

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) arbeitet als Kommunalverband mit rund 18.000 Beschäftigten für die 9,6 Millionen Menschen im Rheinland. Mit seinen 41 Schulen, zehn Kliniken, 19 Museen und Kultureinrichtungen, drei Heilpädagogischen Netzen, vier Jugendhilfeeinrichtungen und dem Landesjugendamt erfüllt er Aufgaben, die rheinlandweit wahrgenommen werden. Der LVR ist Deutschlands größter Leistungsträger für Menschen mit Behinderungen und engagiert sich für Inklusion in allen Lebensbereichen. „Qualität für Menschen“ ist sein Leitgedanke.

Die 13 kreisfreien Städte und die zwölf Kreise im Rheinland sowie die StädteRegion Aachen sind die Mitgliedskörperschaften des LVR. In der Landschaftsversammlung Rheinland gestalten Politikerinnen und Politiker aus den rheinischen Kommunen die Arbeit des Verbandes.

Quelle: Landschaftsverband Rheinland (LVR) vom 14.06.2017

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