Kindertagesbetreuung

Hessen vergibt Fördermittel von mehr als 600.000 Euro für die Sprachförderung in Kitas

Der Hessische Sozialminister Stefan Grüttner hat am 29.05.2013 Fördermittel zur Sprachförderung von Kindern in Höhe von mehr als 600.000 Euro an die Stadt Offenbach für die städtischen Kindertagesstätten überreicht.

„Das Beherrschen der deutschen Sprache ist ein wesentlicher Schlüssel zur sozialen, politischen, wirtschaftlichen und sozialen Integration für alle Menschen in Deutschland. Für Kinder mit Migrationshintergrund sind gute Deutschkenntnisse eine grundlegende Voraussetzung für den Schulerfolg und für eine aktive Unterrichtsbeteiligung vom ersten Schultag an. Aus diesem Grund setzen wir in Hessen bei der Sprachförderung bereits in den Kitas an, um gleiche Startchancen für alle Kinder zu schaffen“, so Grüttner. Insgesamt stehen in diesem Jahr 3,8 Millionen für das Landesprogramm zur Verfügung.

Hessen sei 2002 das erste Bundesland gewesen, das flächendeckend ein Sprachförderprogramm für Kinder ohne ausreichende Deutschkenntnisse ins Leben gerufen habe. Ursprünglich sei das Programm ausschließlich für Kinder ab dem 2. Lebensjahr mit Migrationshintergrund entworfen worden. Mittlerweile würden auch Kinder deutscher Herkunft an der gezielten Sprachförderung teilnehmen. Ein Themenschwerpunkt des Programms sei auch die Qualifizierung von Erzieherinnen und Erzieher für das Erkennen von Sprachdefiziten und die Durchführung von Sprachfördermaßnahmen. Bisher seien in Hessen mehr als 129.000 Kinder mit dem Programm in Kitas gefördert worden.
 
In Offenbach übten in diesem Jahr wieder mehr als 2100 Kinder Grammatik, Sprachrhythmus, Wortbildung und das Sprachverstehen in einer der 27 städtischen Kindertagesstätten. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung Offenbachs habe ausländische Wurzeln, der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund in den Betreuungseinrichtungen liege teilweise bei 80 Prozent. „Aus diesem Grund nimmt Offenbach in Hessen einen Spitzenplatz bei der frühkindlichen Sprachförderung ein. Wie erfolgreich die Vermittlung der Deutschkenntnisse ist, zeigt sich auch daran, dass 2011 alle dieser Kinder direkt eingeschult werden konnten“, erklärte Grüttner abschließend.

Quelle: Hessisches Sozialministerium vom 29.05.2013

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