Kindertagesbetreuung

Hamburger Senat beschließt mehr Geld für den Ausbau der Kindertagesbetreuung im Jahr 2010

Die Kindertagesbetreuung in Hamburg wächst weiter: Für 2010 geht die Familienbehörde von rund sieben Prozent mehr betreuten Kindern (+ 4.350 Kinder) im Kita-Gutschein-System aus als im Beschluss des Doppelhaushaltes 2009/2010 im Jahr 2008 erwartet wurde (Prognose 2010 insgesamt: 67.900 Kinder).

Hinzu kommen die kürzlich mit den Kitas geschlossenen Vereinbarungen zur Refinanzierung der besseren Bezahlung der Kita-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter sowie einer Erhöhung der Sachkostenpauschalen (+ 10,2 Mio. Euro).

Die Mehrausgaben 2010 liegen bei rund 44 Millionen Euro. Davon bringen die Eltern rund 8,7 Mio. Euro durch die Anpassung des Essensgeldes und der Kita-Beiträge auf. Rund 35,3 Mio. Euro der zusätzlichen Kosten übernimmt die Stadt aus Mitteln des Konjunktur-Stabilisierungsfonds, also aus der Kreditaufnahme zur Abfederung der Wirtschafts- und Finanzkrise. Eine entsprechende Drucksache hat der Senat heute an die Bürgerschaft zur Entscheidung übersandt.

„Gerade in der Krise müssen wir die Chancen für die jüngere Generation durch frühe Förderung ausbauen. Das Gleiche gilt für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, damit Eltern im Berufsleben aktiv sein können“, so Sozial- und Familiensenator Dietrich Wersich nach der Senatssitzung. „Mit dem Beschluss hat der Senat die entscheidende Rolle einer guten Kinderbetreuung als wesentliches Merkmal einer familienfreundlichen Stadt bekräftigt und gezeigt, dass nicht nur Elternbeiträge steigen, sondern auch zukünftig der Löwenanteil aus allgemeinen Steuermitteln getragen wird. Zum anderen zeigen die Zahlen, dass die Nachfrage nach Kita-Plätzen und nach längeren Betreuungszeiten stetig wächst. Die Eltern in Hamburg schätzen also unser Angebot, das bis zu zwölf Stunden Kinderbetreuung täglich garantiert und damit bundesweit weiter vorbildlich ist.“

Mehr Kinder, längere Betreuung

Die deutlichsten Steigerungen gibt es bei den Hortkindern: Die Prognose für das Jahr 2010 liegt um etwa 3.800 betreute Hort-Kinder über dem Planwert (+ 27%). Dabei wird bereits berücksichtigt, dass ab dem Beginn des Schuljahres 2010/11 die Hortbetreuung für Schulkinder bis zum Abschluss der sechsten Klasse angeboten wird und nicht mehr bis zum vollendeten 14. Lebensjahr (Ausnahme sind Kinder mit Behinderungen).

Darüber hinaus werden im Elementarbereich entgegen dem Ausgangswert voraussichtlich rund 3.900 Kinder mehr ganztags und dafür etwa 3.200 weniger halbtags betreut. Diese Zahlen zeigen, dass sich eine mehr als halbtägige Berufstätigkeit beider Eltern bzw. von Alleinerziehenden mit jungen Kindern als fester Bestandteil in der Lebensverlaufsplanung der Familien in Hamburg etabliert hat.

Der Krippenausbau dagegen wird sich praktisch wie geplant vollziehen (-100 Kinder bzw. -1%) - trotz der Verschiebung der für den August 2010 geplanten vorgezogenen Einführung eines allgemeinen Rechtsanspruchs auf Betreuung für Kinder ab zwei Jahren bis zum Jahr 2013. Die Zahl der Kinder, die in der Krippe betreut werden, ist auch in diesem Jahr schon durch den Hamburger Rechtsanspruch für Unter-Dreijährige zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf der Eltern stark ansteigend (+ 10,2 Prozent).

Herausgeber: Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz der Freien und Hansestadt Hamburg - Landesjugendamt

ik

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