Kindertagesbetreuung / Gender

Gender und Diversity: Jährliche Fachtage der Universität Vechta

Vier Referentinnen des Fachtags
Bild: © Universität Vechta/Catharina Siemer Referentinnen des Fachtags (v.l.): Sandra Kosmala (Bildungswerk Vechta e.V.), Caroline Ali-Tani (Universität Paderborn), Catalina Hamacher (Universität Paderborn), Prof.in Dr. Melanie Kubandt (Universität Vechta)

Am 14. Januar fand der 2. Fachtag „Gender und Diversity in Bildung, Betreuung und Erziehung“ der Universität Vechta statt. Knapp 80 pädagogische Fachkräfte, darunter ganze Kita-Teams, aus Vechta und weiterer Umgebung nahmen teil. Der nächste Fachtag wird voraussichtlich Ende Januar 2021 in Damme stattfinden.

Die Veranstaltung, zu der Prof.in Dr. Melanie Kubandt, Juniorprofessorin für Gender und Bildung im Fach Erziehungswissenschaften eingeladen hatte, war bereits zwei Wochen nach Ankündigung im November 2019  ausgebucht und konnte leider nicht allen Interessent/-innen einen der begehrten Workshopplätze offerieren.

Gender und Diversity in Bildung, Betreuung und Erziehung

Auf Wunsch der Teilnehmer/-innen fokussierten die Referentinnen speziell den Themenkomplex Inklusion in der Kita und diskutierten über Herausforderungen und Potentiale im Umgang mit Vielfalt.

Ziel des zweiten Fachtags war diesmal der Austausch über mögliche Potenziale im Umgang mit der Anforderung in Kindertageseinrichtungen Inklusion als gelebtes Prinzip zu verwirklichen sowie eine Sensibilisierung für eigene blinde Flecke im pädagogischen Alltag.

Der Austausch zwischen Wissenschaftler/-innen und Praktiker/-innen wurde zunächst angeregt durch den Einführungsvortrag „Verschiedenheit und Gemeinsamkeit von Anfang an – Inklusive Frühpädagogik und ihre Bedeutsamkeit für die Zusammenarbeit mit Familien“, der von Catalina Hamacher von der Universität Paderborn gehalten wurde.

Workshops

Hamacher bot zudem anschließend einen praxisnahen Workshop zum Thema „Inklusiv handeln und Gruppenprozesse verstehen – Videogestütztes Material zur Blickschulung“ an. Gemeinsam mit dem Plenum wurden Videoausschnitte gedeutet und reflektiert, in denen Kinder Ein-und Ausschluss innerhalb der Kindertageseinrichtungen erleben.

Der zweite, parallele Workshop zum Thema „Vorurteilsbewusst und vielfaltssensibel denken und handeln“ wurde von Caroline Ali-Tani, ebenfalls von der Universität Paderborn, auf Wunsch zahlreicher pädagogischer Fachkräfte angeboten und war völlig überbucht. Anhand sehr anschaulicher Beispiele für Fallstricke im pädagogischen Alltag und alternativer, konkreter Umgangsmöglichkeiten wurde sich angeregt über Potenziale und Grenzen der Realisierung von Inklusion in der Kita ausgetauscht.

Der Erfolg des zweiten Fachtages war u.a. auch der Kooperationspartnerin Sandra Kosmala vom Bildungswerk Vechta e.V. zu verdanken. Seit 2017 ist sie sowohl Fachberaterin im Bundesprogramm Sprach-Kitas mit den Schwerpunkten sprachliche Bildung, inklusive Pädagogik und Zusammenarbeit mit Eltern als auch Referentin im Bereich der frühkindlichen Bildung und Prozessbegleiterin im Schwerpunktthema „Vielfalt leben und erleben“ des Nifbe.

Weiterer Fachtag in 2021

„Durch die enge Vernetzung und Zusammenarbeit mit Sandra Kosmala konnten wir in den vergangenen Monaten zahlreiche Praktiker/-innen für gemeinsame Veranstaltungen und den direkten Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis gewinnen werden. Unsere Ziele, Wissenschaft und Praxis mehr und mehr zu vernetzen und anhaltend für die Themen Gender und Diversity im Bildungskontext zu sensibilisieren, haben wir auch diesmal unter dem spezifischen Moto von Inklusion in der Kita erreicht“, so Organisatorin Kubandt. Das mittlerweile etablierte Netzwerk will auch weiterhin aktuelle Themen zu Gender und Diversity gemeinsam präsentieren.

Hierzu waren und sind die Teilnehmer/-innen aufgerufen, Vorschläge für die kommende Fachtagung im nächsten Jahr einzureichen. Auch Sandra Kosmala zog ein positives Fazit: „Wir machen auf jeden Fall gemeinsam weiter!“

Der 3. Fachtag Gender wird voraussichtlich Ende Januar 2021 in Damme stattfinden.

Quelle: Universität Vechta vom 16.01.2020

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