Kindertagesbetreuung / EU-Jugendstrategie

Früh übt sich: Computerkompetenz im Kindergarten vermitteln

Vorschulkinder üben gemeinsam mit der Betreuerin den Umgang mit dem PC.
Bild: © Darko Zeljkovic - Fotolia.com

Der Bildungsrat der EU hat sich in seiner Sitzung Ende Mai über die Rolle der frühkindlichen Bildung und der Grundschulbildung bei der Förderung von Kreativität, Innovation und digitaler Kompetenz verständigt.

Der Rat meint in seinen Schlussfolgerungen, dass Fachkräfte der frühkindlichen Bildung eine entscheidende Rolle dahingehend übernehmen, Neugierde, Phantasie und Experimentierfreudigkeit von Kindern zu stimulieren und ihnen zu helfen, nicht nur Grundfertigkeiten und spezielle Kenntnisse zu entwickeln, sondern auch Querschnittskompetenzen zu erwerben. Diese Querschnittskompetenzen seien die Voraussetzung für Kreativität und Innovation, wie etwa kritisches Denken, das Lösen von Problemen und das Ergreifen von Initiativen.

Spielerisches Lernen fördert Phantasie, Intuition und kritischen Verstand

Spielerisches Lernen, das auch Spiele und digitale Instrumente mit pädagogischem Wert einschließen könne, fördere nicht nur Phantasie, Intuition und den kritischen Verstand, sondern auch die Fähigkeit, zusammenzuarbeiten und Probleme zu lösen. Dieses sei deshalb für die Entwicklung und das Lernen jedes Kindes von großer Bedeutung und insbesondere schon in den ersten Lebensjahren.

Frühzeitige Förderung von digitaler Medienkompetenz ermöglichen

Die Bildungsminister und -ministerinnen sehen, dass eine frühzeitige, wirksame und altersgerechte Heranführung an Medien veränderte Anforderungen an die Fachkräfte stellt. Angepasste pädagogische Konzepte, pädagogische Ressourcen und Lernumgebungen sind notwendig. Deshalb sollten nationale Bildungspolitiker unter der Wahrung des Subsidiaritätsprinzips "zuständige Behörden dazu anhalten", Einrichtungen ausreichend für die Förderung der altersgemäßen Entwicklung digitaler Kompetenzen auszustatten, indem sie insbesondere in größerem Umfang verschiedene digitale Instrumente und Infrastrukturen bereitstellen.

Außerdem sollte ein besseres Verständnis darüber entwickelt werden, inwieweit digitale Instrumente das Lernen in unterschiedlichen Lernumgebungen unterstützen und individuelle Lernkonzepte bieten. Das Potential gerade für ein breites Spektrum von Fähigkeiten - von der Hochbegabung bis zur Minderbegabung - sowie für sozial benachteiligte Kinder und Kinder mit spezifischen Bedürfnissen soll genutzt werden.

Zusammenarbeit zwischen formaler und non-formaler Bildung fördern

Der Bildungsrat regt weiter an, die Zusammenarbeit zwischen der frühkindlichen Bildung/ Grundschulbildung und dem nicht-formalen bzw. informellen Lernen zu fördern und weiterzuentwickeln, um bewährte Konzepte, Methoden und Vorgehensweisen zur Förderung von Kreativität, Innovation und digitalen Kompetenzen auszutauschen und so voneinander zu lernen.

Die luxemburgische Delegation als zukünftiger EU-Vorsitz kündigte in der Sitzung an, sich mit dem Thema der Angebote von Kindertagesbetreuung als eines ihrer bildungspolitischen Schwerpunkte befassen zu wollen.

Quelle: jugendpolitikineuropa.de

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