Kindertagesbetreuung / Familienpolitik

Fördermittel für Aus- und Umbau von Kitas in Rheinland-Pfalz

Ein Junge steht vor einer Wand mit Abbildungen von u.a. einer Farbpalette, Bauklötzen und Musiknoten, erselbst hält einen großen Bleistift in der Hand und schreibt etwas
Bild: rawpixel.com

Immer mehr Kinder gehen immer früher in die Kita. Um dem steigenden Betreuungsbedarf zu begegnen, unterstützt Rheinland-Pfalz die Kommunen und stellt 13,5 Millionen Euro für den Aus- und Umbau von Küchen und Schlafräumen in Kindertagesstätten bereit. Die Beantragung der Förderung ist über ein Online-Portal möglich.

„Immer mehr Kinder gehen immer früher in die Kita. Das stellt die Kommunen vor besondere Herausforderungen. Das Land unterstützt sie deshalb bei dieser wichtigen bildungspolitischen Aufgabe und stellt unter anderem zusätzliche 13,5 Millionen Euro für den Aus- und Umbau von Küchen und Schlafräumen bereit. Um die Mittel zu beantragen steht jetzt ein Online-Portal bereit“, kündigte Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig am 27. Januar an und erklärte: „In den nächsten Tagen gehen allen Trägern von Kindertagesstätten die Registrierungsdaten zu, so dass sie dann über das Portal ihre Anträge schnell und unbürokratisch einreichen können.“

Ausstattung von Küchen sowie von Ess- und Ruheräumen

Gefördert werden können die Einrichtung und die Ausstattung von Küchen in Kitas. Darüber hinaus kann auch die Ausstattung von Ess- und Ruheräumen finanziert werden. „Wir wollen, dass unsere Kinder perspektivisch sieben Stunden am Stück in unseren Kitas betreut werden können. Das ist gelebte Familienpolitik und dafür steht Rheinland-Pfalz als Bildungsland“, so die Ministerin, und weiter: „Viele Kitas im Land sind längst soweit. Einige andere noch nicht, deshalb bietet das Küchenprogramm den Trägern auch viel Flexibilität beim Einsatz der Mittel.“ So kann ein Träger entscheiden, Mittel für alle Kitas zu beantragen oder aber die Mittel auch konzentriert in einer Kita oder einer Auswahl von Kitas einzusetzen. Die Mittel werden in zwei Fördersträngen beantragt und bewilligt. In einem ersten Förderstrang stehen Mittel in Höhe von 5.000 Euro pro Kita zur Verfügung, für Kitas ohne Küchen können nochmals 5.000 Euro bewilligt werden.

Für alle Maßnahmen gibt es die Möglichkeit zu einem vorzeitigen Maßnahmenbeginn, ohne dass dieser einzeln beantragt werden muss. Somit können über das Programm auch Maßnahmen gefördert werden, die ab dem 9. April 2019 begonnen wurden.

Weitere Investitionsprogramme

Kitas sind die erste Bildungseinrichtung, die unsere Kinder besuchen. Und in Rheinland-Pfalz machen immer mehr Familien von ihrem Anspruch auf einen Kita-Platz Gebrauch. Deshalb brauchen wir mehr Plätze, vor allem für unterdreijährige Kinder. Das Land unterstützt die dafür zuständigen Kommunen deshalb gleich mit mehreren Investitionspaketen. Dazu gehört neben dem Küchenprogramm, ein landeseigenes neu aufgelegtes Investitionsprogramm mit zehn Millionen Euro für den Ausbau von Kitas sowie die Aufstockung des Programms Kita plus!, mit dem Personal in den Kitas aufgebaut werden kann.

„Im Rahmen des erfolgreichen Programms Kita plus finanziert das Land schon jetzt jedes Jahr mit 3,4 Millionen Euro Personal und Sachkosten. Damit wird in besonderen sozialen Lagen hervorragende Arbeit geleistet. Im Vorgriff auf das Kita-Zukunftsgesetz und das neue Sozialraumbudget stockt das Land die Mittel bis 2021 auf mehr als 30 Millionen Euro auf, mit denen in den Kitas schon jetzt Personal aufgebaut werden kann – damit der Start des neuen Kita-Gesetzes zum 1.7.2021 gut gelingt“, sagte die Bildungsministerin.

„Insgesamt stehen also fast 54 Millionen Euro bereit, die wir bestmöglich investieren: in die gute frühkindliche Bildung unserer Kinder“, so Hubig abschließend.

Quelle: Ministerium für Bildung des Landes Rheinland-Pfalz vom 27.01.2020

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