Kindertagesbetreuung / Qualifizierung

Erzieherinnenausbildung in Rheinland-Pflaz: Ausbildungschancen nehmen weiter zu

Das Wort "Qualifikation" ist mit Kreide auf eine Tafel geschrieben

Erzieherin/Erzieher zu werden ist ein attraktives Berufsziel und die Nachfrage nach Fachkräften bleibt auch noch in absehbarer Zukunft hoch. Um diesem Bedarf gerecht zu werden, hat das Land Rheinland-Pfalz in den vergangenen Jahren die Ausbildungskapazitäten für Erzieherinnen und Erzieher kontinuierlich ausgebaut und neue Ausbildungswege geschaffen.

Bildungsministerin Doris Ahnen freut sich über den Erfolg dieser Maßnahmen: „In diesem Schuljahr haben 1.560 Schülerinnen und Schüler ihre Ausbildung zur Erzieherin oder zum Erzieher aufgenommen. Das sind über 260 Anfängerinnen und Anfänger mehr als im Vorjahr.“ Momentan werden rund 4.000 Schülerinnen und Schüler an den 22 Fachschulen für Sozialwesen mit der Fachrichtung Sozialpädagogik in dem dreijährigen Bildungsgang zu Erzieherinnen und Erziehern ausgebildet.

Auf gute Resonanz ist auch das neue Modell in der Teilzeitausbildung von Erzieherinnen und Erziehern gestoßen. Es bietet Frauen und Männern die Möglichkeit, sich neben der Berufstätigkeit im sozialpädagogischen Bereich mit geregeltem Einkommen zur pädagogischen Fachkraft zu qualifizieren. Gleichzeitig hilft dieses Modell insbesondere Einrichtungen wie Kindertagesstätten, den akuten Bedarf an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu decken. An neun Schulen im Land ist die Ausbildung in Teilzeitform möglich. Im nächsten Schuljahr werden weitere Standorte hinzukommen.

Einen zusätzlichen Beitrag zur Deckung des Fachkräftebedarfs können die staatlichen Fachschulen für Sozialwesen im Land jetzt leisten, weil sie jetzt nach den Vorgaben des Sozialgesetzbuches „zertifiziert“ worden sind. In einem aufwändigen Verfahren wurden die öffentlichen Fachschulen, die Erzieherinnen und Erzieher ausbilden, untersucht und mit einem Prüfsiegel versehen. Diese Zertifizierung ist Voraussetzung dafür, dass arbeitslosen Personen oder von Arbeitslosigkeit bedrohten Personen die Ausbildung unter bestimmten Voraussetzungen durch die Bundesagentur für Arbeit finanziert werden kann.

Mehr als 60 Frauen und Männer, die teilweise langjährige Berufserfahrung haben, werden derzeit über diesen Weg an den Fachschulen für die Tätigkeit als Erzieherin beziehungsweise Erzieher qualifiziert. „Damit bieten wir Menschen, die bereits im Erwerbsleben gestanden haben oder aber noch stehen und sich beruflich neu orientieren wollen, die Möglichkeit eine qualifizierte Ausbildung im sozialpädagogischen Bereich zu absolvieren. Diese Frauen und Männer sind mit ihrer Berufs- und Lebenserfahrung eine wichtige Bereicherung sowohl für die Schulen als auch für die Kindertagesstätten, Jugendhilfeeinrichtungen und Ganztagsschulen, in denen sie künftig arbeiten“ sagt Ministerin Ahnen.

Zusatzinformationen

Quelle: Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz vom 25.01.2013

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