Kindertagesbetreuung / Gesundheit

Dortmunder Entwicklungsscreening erkennt Defizite bei Kindern früh und schafft Abhilfe

Zwei Kinder spielen mit ihrer Erzieherin.
Bild: © sdenness / Fotolia.com

Sozialministerin Birgit Hesse hat sich am Donnerstag über die Vorteile des Dortmunder Entwicklungsscreenings (DESK) in Kitas informiert.

Bei einem Besuch der Kita „Igelkinder“ in Schwerin, wo DESK erfolgreich angewendet wird, machte die Ministerin deutlich, welche Hilfe und Unterstützung DESK für die Kinder bedeuten kann. „Bereits sehr früh werden mögliche Defizite bei den Kindern erkannt, auf die die Fachkräfte in den Kindertagesstätten gezielt eingehen können“, so Hesse.

Die Anwendung des DESK-Verfahrens stellt für Kindertagesstätten eine Ergänzung für die tägliche Beobachtung dar. Das DESK-Verfahren wird in verschiedenen Angebotssituationen oder im Alltag mit den Kindern durchgeführt. Eine klassische Testsituation wird dabei vermieden. Die Anwendung des Verfahrens wird als sehr sinnvoll eingeschätzt. Entwicklungsabweichungen können frühzeitig sichtbar und über einen längeren Zeitraum beobachtet und gefördert werden.

„Die Anwendung des DESK-Verfahren bedeutet in erster Linie die Chance auf eine gesunde Entwicklung für alle Kinder“, sagte Hesse im Verlauf des Besuches. „Wichtig ist dabei auch, dass die Eltern in das Verfahren einbezogen werden. In Gesprächen mit ihnen werden die Ergebnisse des Verfahrens thematisiert und beraten, was für das jeweilige Kind zu empfehlen ist.“

Bei DESK werden unter anderem Fein- und Grobmotorik, Sprache und Informationsverarbeitung sowie die soziale Entwicklung beobachtet. Drei- bis Sechsjährigen werden zum Beispiel überprüft, ob sie zum Beispiel einen zugeworfenen Ball aus zwei Metern Entfernung fangen können, Erlebtes in logischer und zeitlicher Reihenfolge berichten können oder Streit und Konflikte friedlich lösen können. Werden bei diesen Tests Auffälligkeiten sichtbar, können die Kinder gezielt gefördert werden.

Quelle: Ministerium für Arbeit, Gleichstellung und Soziales des Landes Mecklenburg-Vorpommern vom 09.10.2014

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