Kindertagesbetreuung

"Chancen nutzen: Persönlichkeit fördern" - Projekt der Caritas GemeinschaftsStiftung im Bistum Münster

Betreuen geht schon in die richtige Richtung. Aber gut wird die Offene Ganztagsgrundschule (OGS) erst durch eine Förderung der Kinder. Das gilt insbesondere für benachteiligte Kinder, denn "Bildung ist die beste Vorbeugung gegen Armut". Da ist sich der Vorsitzende der Caritas GemeinschaftsStiftung im Bistum Münster, Diözesancaritasdirektor Heinz-Josef Kessmann, sicher. Problem sei nur, dass die finanzielle Grundausstattung durch das Land nur für das Nötigste reiche.

Diözese Münster (cpm). "Nur wenige Kommunen haben noch das Geld, um freiwillig zusätzliche Mittel zu bewilligen," sagte Kessmann am Donnerstag in Münster. Was möglich ist und eigentlich flächendeckend notwendig wäre, hat die Caritas GemeinschaftsStiftung unter dem Motto "Chancen nutzen: Persönlichkeit fördern" in 17 Projekten ausprobiert und gezeigt. 13 beteiligte Caritasverbände und Sozialdienste katholischer Frauen in der Diözese Münster erhielten dafür jeweils 2.000 Euro aus den Mitteln der Stiftung oder der Aktion Lichtblicke.

Auf vielfältigen Wegen lassen sich die Fähigkeiten der Kinder fördern und ihre Interessen wecken. Breitgefächert sind deshalb auch die eingereichten Projektideen der Träger der Betreuung in den Offenen Ganztagsgrundschulen. Das reicht vom heilpädagogischen Reiten in Werne über den Trommelkurs in Dülmen oder die Bewegungslandschaft in Duisburg bis zu Experimentierkoffern in Lünen, Klettern in Borken und einem Theaterworkshop in Havixbeck. Mit der Anschubfinanzierung durch die Stiftung und die Aktion Lichtblicke wird einiges davon künftig in den Alltag übernommen und fortgeführt werden können.

"Auf jeden Fall hat es sich gezeigt, dass wir uns in der Caritas zu recht immer für bessere Rahmenbedingungen in der OGS eingesetzt haben", so Kessmann. Problematisch sei, dass sie sowohl personell wie auch mit Materialien unzureichend ausgestattet seien. In den Horten, die bei Einführung der OGS aufgelöst wurden, sei mit mehr Mitarbeitern eine bessere Förderung möglich gewesen. "Wenn wir die OGS aber als Förderinstrument gerade auch für benachteiligte Kinder nutzen wollen, reicht die Grundausstattung durch das Land nicht," kritisiert der Stiftungsvorsitzende. 

Die 17 Caritasverbände und Sozialdienste katholischer Frauen, die über 3.000 Kinder in Ganztagsgrundschulen betreuen, haben sich auf Qualiltätsstandards festgelegt. So soll unter anderem jedes Kind mittags eine warme Mahlzeit erhalten, es soll immer eine zusätzliche Förderung zum Beispiel im musischen Bereich geben und die soll keine zusätzlichen Kosten für die Eltern verursachen.

Der offizielle Abschluss des Projekts "Chancen nutzen: Persönlichkeit fördern" wird am 26. Juni mit einem großen Fest in Coesfeld gefeiert. Da werden auch die einzelnen Aktivitäten präsentiert werden. Die Stiftung wird sich ab Herbst ihrem nächsten Projekt zuwenden. Das wird sich nicht mehr mit dem Start ins eigene Leben sondern mit dem Thema Demenz am Ende des Lebens beschäftigen. Unter anderem sollen damit neue Konzepte für die Betreuung demenzkranker Menschen erarbeitet werden.

Mehr Informationen unter: www.caritas-gemeinschaftsstiftung.de

Quelle: Diözesan-Caritasverband Münster

ik

 

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