Kindertagesbetreuung / Qualifizierung

Bundesweite Informatik-Fortbildung für pädagogische Fach- und Lehrkräfte gestartet

ein Mann steht mit mehreren Ordnern in der Hand in einer Kindertagesstätte
Bild: © Franck Boston- Fotolia.com

Das „Haus der kleinen Forscher“ bietet ab sofort Informatik-Fortbildungen für Pädagoginnen und Pädagogen aus Kitas, Horten und Grundschulen an. Mit dem Angebot „Informatik entdecken – mit und ohne Computer“ betritt die Bildungsinitiative pädagogisches Neuland und schließt zugleich eine Lücke bei der Qualifizierung von Fach- und Lehrkräften in einem Kernbereich der digitalen Bildung.

Computer sind heute überall: Im Smartphone und im Auto ebenso wie in der Waschmaschine. Kinder kommen schon früh mit informatischen Systemen in Berührung und haben viele Fragen: Weiß der Computer alles? Wie passt die Oma ins Tablet? Haben Roboter einen eigenen Willen? Oft sind Pädagoginnen und Pädagogen unsicher, wie sie ihrem Bildungsauftrag im digitalen Bereich nachkommen können. Das „Haus der kleinen Forscher“ bietet ihnen mit der Fortbildung „Informatik entdecken – mit und ohne Computer“ Orientierung und solide fachliche Grundlagen für die pädagogische Arbeit mit Kita- und Grundschulkindern.

Die eintägige Fortbildung behandelt die Bedeutung von Informatik im Alltag und bietet den Teilnehmerinnen und Teilnehmern viele Praxisideen für die Bildungsarbeit mit Kindern in der Altersgruppe von 3-10 Jahren. Gemeinsam mit den Jungen und Mädchen können sie dann z.B. erforschen, wie Computer Zahlen sortieren, wie man mit Hilfe einer algorithmischen Vorgehensweise Spiele gewinnen kann oder wie man Nachrichten verschlüsselt.

Grundlagen der Informatik mit und ohne Computer entdecken

Informatische Bildung ist schon mit Kindern im Kita-Alter möglich. Wichtige Grundlagen der Informatik lassen sich mit Papier und Stift, mit Alltagsmaterialien oder mit reinem Körpereinsatz erfahren. Die Fortbildung „Informatik entdecken – mit und ohne Computer“ ist deshalb so angelegt, dass Einrichtungen keine digitalen Endgeräte einsetzen müssen, um eigene Lerngelegenheiten zu gestalten. In der Fortbildung können die pädagogischen Fach- und Lehrkräfte jedoch den Einsatz von Programmierung und Robotik ausprobieren und reflektieren.

Mit „Informatik entdecken“ betritt das „Haus der kleinen Forscher“ pädagogisches Neuland, denn flächendeckende Angebote zur informatischen Frühbildung für Mädchen und Jungen im Alter von 3-10 Jahren existieren in Deutschland bislang noch nicht. Entwickelt wurde die Fortbildung in enger Zusammenarbeit mit führenden Didaktikern der Informatik.

„In Deutschland besteht in Sachen informatischer Bildung ein gigantischer Nachholbedarf!“

Michael Fritz, Vorstand der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“, betont die Dringlichkeit der digitalen Qualifizierung von Fach- und Lehrkräften: „In Deutschland besteht in Sachen informatischer Bildung ein gigantischer Nachholbedarf! Unsere Kinder wachsen in digitalen Zeiten auf – wenn sie aber wissen wollen, wie digitale Geräte funktionieren, werden sie weitgehend alleine gelassen. Das wollen wir ändern, indem wir Pädagoginnen und Pädagogen die Angst vor der Informatik nehmen und sie unterstützen, dieses spannende Feld gemeinsam mit den Kindern zu erkunden.“ Dank ihrer engagierten Netzwerkpartner kann die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ die neue Fortbildung deutschlandweit anbieten und somit nahezu flächendeckend zur digitalen Kompetenzentwicklung an Kitas und Schulen beitragen.

Weitere Informationen zu dem Angebot der Stiftung „Informatik entdecken – mit und ohne Computer“

Quelle: Stiftung Haus der kleinen Forscher vom 07.09.2017

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