Kindertagesbetreuung

Bremens Elternvereine klagen über mangelhafte finanzielle Ausstattung

Die Kindertageseinrichtungen der Elternvereine Bremens fordern finanzielle Gleichstellung mit den Kindertageseinrichtungen der anerkannten Freien und des öffentlichen Trägers. „Die Elternvereine müssen die gleichen Mindestanforderungen erfüllen wie alle anderen Kindertageseinrichtungen. Deshalb brauchen sie auch die gleichen finanziellen Rahmenbedingungen“, sagt Herbert Förster, Fachberater für Kindertageseinrichtungen der Elternvereine.

Die Elternvereine sind die drittgrößte Trägergruppe in Bremen, nach Kita Bremen und den evangelischen Kindertageseinrichtungen. In den über 200 Gruppen werden derzeit fast 2500 Kinder zwischen 0 und 12 Jahren betreut. Elternvereine zeichnen sich aus durch ein besonderes Engagement der Eltern in den Einrichtungen.

Zurzeit ist eine Erhöhung der Mittel für die Elternvereine von zwei Prozent vorgesehen. Davon können die Vereine aber nur 3,4 Personalstunden pro Gruppe und Monat finanzieren. Zu wenig für zusätzliches Personal, um etwa die Vorgaben der individuellen Lern- und Entwicklungsdokumentation umzusetzen, findet Förster. Dagegen ist bei den anderen Kitas eine Personalaufstockung von umgerechnet 20 Personalstunden geplant.

Im Jugendhilfeausschuss habe man das Problem erkannt. Angesichts der bremischen Haushaltsmisere brauche man allerdings ein Konzept, dass mittelfristige Finanzierungsoptionen schaffe. Daran soll nach der Sommerpause gearbeitet werden.

Quelle: Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband Landesverband Bremen e. V.

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