Kindertagesbetreuung / Inklusion

Bremen: Zusätzlich 1,14 Millionen Euro für Inklusion in Kitas

Mädchen streckt Hände mit Farbe in die Kamera
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Die Bremer Senatorin für Kinder und Bildung möchte gemeinsam mit den Trägern die strukturelle Unterstützung zur Integration von Kindern mit besonderem Förderbedarf im Kita-Alltag neu gestalten. Dazu sollen die Mittel erhöht werden. Außerdem sei ein gerechteres Finanzierungssytem geplant, damit Kitas in Stadtteilen in schwieriger Lage die Herausforderungen besser bewältigen können.

Kinder mit sonderpädagogischen Förderbedarf werden selbstverständlich in vielen Kitas der Stadt Bremen betreut. Im Kitajahr 2008/2009 wurden für die speziellen Unterstützungsbedarfe sogenannte Schwerpunkteinrichtungen (SPE) über die gesamte Stadt verteilt geschaffen. Die Träger KiTa Bremen, BEK, AWO, DRK, KGV, conpart und Hans-Wendt-Stiftung erhielten für ihre Schwerpunkteinrichtungen zusätzlich zur personellen Grundausstattung eine Personalverstärkung. Errechnet wurden damals eine verbesserte Personalausstattung für 41 Einrichtungen, die 742 Kinder mit besonderem Förderbedarf integriert haben.

Kinder mit Beeinträchtigungen nicht nur in Schwerpunkteinrichtungen

Entgegen der damaligen Annahme, Eltern würden Kinder mit Förderbedarfen ausschließlich in Schwerpunkteinrichtungen anmelden, hat die Anwahlpraxis in den vergangenen Jahren gezeigt, dass viele Eltern ihre Kinder mit Beeinträchtigungen aus unterschiedlichen Gründen auch in anderen Kitas anmelden. Zurzeit werden in der Stadtgemeinde Bremen zirka 1.450 Kinder im Alter von null bis sechs Jahren mit besonderem Förderbedarf in zirka 170 Kindertageseinrichtungen betreut.

Unterstützung der Integration im Kita-Alltag

„Gemeinsam mit den Trägern müssen wir die strukturelle Unterstützung zur Integration von Kindern mit besonderem Förderbedarf im Kita-Alltag dringend neu gestalten. Mein Ressort hat einen ersten Aufschlag gemacht. Die Mittel für die Träger/Einrichtungen werden zunächst ab 1. August 2018 um 380.000 Euro und in 2019 um 760.000 Euro erhöht“, sagt Dr. Claudia Bogedan, Senatorin für Kinder und Bildung.

Gerechteres Finanzierungssystem geplant

Zurzeit beträgt die Finanzierung von der Senatorin für Kinder und Bildung pro Kind durchschnittlich 788 Euro. Ab dem 1. August 2018 werden es zirka 1.059 Euro und ab 2019 zirka 2.400 Euro sein. Hinzu kommen weitere Mittel der Frühförderung. Über die Hälfte der Kinder mit Förderbedarf werden in Einrichtungen von Kita Bremen betreut und unterstützt. „Wir arbeiten weiter an einem gerechteren Finanzierungssystem. Das gilt auch für die sogenannten Index-Einrichtungen in sozial schwierigen Stadtteilen. Zudem müssen auch neue Kitas von dem System profitieren können, das war bisher nicht der Fall“, so Bogedan. Damit diese Kitas in Stadtteilen in schwieriger Lage die Herausforderungen besser bewältigen können, stellt die Senatorin für Kinder und Bildung zusätzliche 2,3 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung.

Quelle: Freie Hansestadt Bremen vom 17.04.2018

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