Kindertagesbetreuung

Bremen: Anmeldedaten zur Kinderbetreuung ausgewertet

Ein kleines Mädchen sitzt auf dem Schoß ihrer Betreuerin und malt
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Sozialsenatorin Stahmann bestätigt, der Rechtsanspruch auf Kindertagesbetreuung wird in Bremen erneut umgesetzt werden können. Zudem ist der Ausbau von reinen Krippenplätzen beschlossen.

"Bremen wird den Rechtsanspruch auf Kindertagesbetreuung zum dritten Jahr in Folge umsetzen können. Das zeigt sich nach einer ersten Auswertung der Anmeldezahlen für das Kindergertenjahr 2015/2016." Mit diesen Worten bilanzierte Sozialsenatorin Anja Stahmann die aktuellen Kapazitäten nach einer ersten Auswertung der Anmeldedaten. Ende der Woche beginnen die Planungskonferenzen in den Stadtteilen zur Vergabe der Plätze. "Angebot und Nachfrage in der Stadt halten sich ungefähr die Waage", erläuterte die Senatorin. "Wie in den Jahren zuvor gibt es in einzelnen Stadtteilen freie Plätze, in anderen müssen wir aber noch Angebote schaffen." Schon jetzt stehe aber fest, dass über 99 Prozent der Kindergartenkinder im eigenen Stadtteil betreut werden könnten.

Für das neue Kindergartenjahr sind derzeit 4079 reine Krippenplätze (für Kinder unter drei Jahren) geplant. Hinzu kommen Plätze in Kindergärten für jene Kinder, die in der zweiten Jahreshälfte drei Jahre alt werden. Sie haben einen Anspruch, von der Krippe in den Kindergarten zu wechseln, die weitaus meisten Eltern machen erfahrungsgemäß von diesem Anspruch Gebrauch. In den vergangenen Jahren waren das jeweils rund 1600 Kinder. Außerdem werden in Bremen regelmäßig rund 800 Plätze bei Tagespflegepersonen ("Tagesmutter" / "Tagesvater") angeboten. Für Krippen und Tagesmütter/Tagesväter liegen insgesamt rund 4600 Anmeldungen vor, freie Plätze gibt es im Wesentlichen noch bei Tagespflegepersonen.

Beschlossen ist für 2015/2016 bereits der Ausbau um 326 reine Krippenplätze (die Zahl ist in der Gesamtzahl von 4079 Plätzen enthalten). Der Ausbau verteilt sich über das gesamte Stadtgebiet: Im Bremer Norden sollen 52 weitere Plätze entstehen, in Schwachhausen, der Vahr, Oberneuland, Horn-Lehe und Borgfeld zusammen 120. Im Bereich Mitte/West sind 88 Plätze vorgesehen und im Bereich Süd 66.

Für Kindergartenkinder (Kinder von drei bis sechs) reicht die Zahl der 14.243 angebotenen Plätze, es zeichnet sich aber ab, dass nicht für alle Kinder unmittelbar im eigenen Stadtteil ein Platz angeboten werden kann. Besonders in Gröpelingen und Blumenthal, in Osterholz und Findorff müssen Eltern sich darauf einstellen, dass sie nicht in unmittelbarer Wohnartnähe einen Platz angeboten bekommen können. Insgesamt geht es dabei um 125 Kinder, für mehr als 99 Prozent der Kinder kann damit ein Platz im eigenen Stadtteil angeboten werden. "Wir suchen immer gemeinsam mit den Eltern nach einer passenden Lösung, aber wir prüfen bei Bedarf auch Ausbauoptionen im Stadtteil", betonte Senatorin Stahmann.

Die Zahl der Anmeldungen für Schulkinder zur Betreuung in einem Hort liegt derzeit über der Zahl der angebotenen Plätze. Es ist jedoch noch zu prüfen, welche der Kinder einen Platz an einer Ganztagsschule bekommen.

In den Planungskonferenzen in den Stadtteilen setzen sich nun die Träger der Kindertagesstätten mit Vertretern der Sozialzentren zusammen, um die Plätze zu verteilen. "Danach wissen wir, ob und wo weitere Plätze notwendig sind. In Regionen, in denen dann noch Bedarf besteht, werden wir alle Möglichkeiten ausschöpfen", sagte Anja Stahmann.

Quelle: Die Senatorin für Soziales, Kinder, Jugend und Frauen vom 17.02.2015

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