Kindertagesbetreuung / Familienpolitik

Bayerns Familienministerin zur Personalsituation in bayerischen Kitas

Spielende Kinder
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"Die bayerischen Kommunen eröffnen dank der Förderung des Freistaats fast täglich neue Kindertagesstätten und stellen bereits für 43 Prozent der ein- und zweijährigen Kinder Betreuungsplätze zur Verfügung, 2006 waren es gerade einmal 10 Prozent", so Bayerns Familienministerin Christine Haderthauer in München.

"Das ist eine unglaubliche Dynamik, die bundesweit ihresgleichen sucht. Ganz wichtig ist mir dabei, dass der rasante Ausbau nicht zu Lasten der Qualität geht. Wir brauchen daher zusätzliche, gut qualifizierte Fachkräfte, die sich um unsere Kinder kümmern. Mit aktuell 37.228 Fachkräften haben wir seit 2006 bereits 56 Prozent mehr Fachkräfte für die Kinderbetreuung gewinnen können, bundesweit betrug die Steigerung gerade einmal 34 Prozent. Erfreulich ist auch, dass sich immer mehr Männer für einen Job in der Kita entscheiden: Innerhalb eines Jahres ist ihre Zahl um 25 Prozent auf rund 2000 gestiegen", so Haderthauer weiter.

"Um diese Erfolgsgeschichte fortzuschreiben, haben wir eine Fortbildungsoffensive zur Ausbildung von 1000 weiteren Fachkräften gestartet: Mit 2,4 Millionen Euro fördern wir Fortbildungskurse, in denen berufserfahrene Kinderpflegerinnen und Kinderpfleger sowie geeignete Quereinsteiger zu pädagogischen Fachkräften weitergebildet werden. Wir finanzieren insgesamt 40 Weiterbildungskurse für jeweils 25 Teilnehmer mit bis zu 60.000 Euro pro Kurs. Das neue Weiterbildungsprogramm ist ein weiterer Baustein bei der Querqualifizierung zu pädagogischen Fachkräften für Kitas - wir fördern bereits Kurse für Grundschullehrer und Heilerziehungspfleger", so die Ministerin und ergänzte: "Ich appelliere an die Träger der Kindertagesstätten, ihren Teil zur Fachkräftegewinnung beizutragen. Sehr viele Erzieher würden gerne ihren Teilzeitvertrag aufstocken. Wenn die Träger dem nachkommen, wäre bereits ein großes Potential gehoben. Außerdem hängt es vom Gehalt, den Aufstiegschancen und der Freistellung von Bürokratie ab, ob jemand den Erzieherberuf ergreift und ihm treu bleibt. Diese Arbeitsbedingungen sind die Stellschrauben, um dem Personalbedarf dauerhaft zu decken. Am Geld soll es nicht scheitern: Jede Erhöhung der Tariflöhne wird von mir automatisch mit einer erhöhten Betriebskostenförderung flankiert."

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen vom 20.01.2013

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