Kindertagesbetreuung / Qualifizierung

Bayern strebt „Bündnis für frühkindliche Bildung“ an

Zwei Arme greifen ineinander
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Zukunftsfragen gemeinsam lösen: Bayerns Familienministerin Kerstin Schreyer plant ein „Bündnis für frühkindliche Bildung in Bayern“. Ziel ist es, ein Bündnis von großer Breite zu schmieden, um gemeinsam die Kita fit für die Zukunft zu machen. Hintergrund der Initiative sind die zunehmenden Schwierigkeiten von Kommunen und Trägern, genügend qualifiziertes Personal zu finden.

 „Wir müssen beim Fachkräftemangel weiter in die Offensive kommen. Dazu müssen wir die Arbeitsbedingungen für das pädagogische Personal in den Einrichtungen verbessern“, so Familienministerin Kerstin Schreyer und weiter: „Wenn es uns nicht gelingt, den Erzieherberuf attraktiver zu machen, ist der weitere Ausbau der Betreuungsplätze und der Qualität der Kindertagesbetreuung in Bayern gefährdet.“

Kita 2050: Diskurs zur Zukunft der Kindertagesbetreuung

Ziel der Initiative ist es, mit allen Beteiligten in einen offenen und konstruktiven Diskurs zur Zukunft der Kindertagesbetreuung zu kommen. In Arbeitsgruppen sollen inhaltliche Fragen zur Arbeit in den Einrichtungen und zum Förderrecht besprochen werden. Es sollen aber auch Ideen entwickelt werden, wie die tariflichen Grundlagen weiterentwickelt werden könnten. „Ich möchte, dass wir ohne Scheuklappen über die ‚Kita 2050‘ nachdenken und gemeinsam überlegen, was wir dafür alles in die Wege leiten müssen. Hierzu brauchen wir den Einsatz und das Know-How aller Beteiligten“, so die Familienministerin.

Erste Vorgespräche laufen bereits. Schreyer: „Aber ich habe noch längst nicht alle am Tisch, mit denen ich gerne sprechen möchte. Ich werde in den kommenden Wochen weitere Gespräche führen und hoffe auf ein breit aufgestelltes Bündnis“. Angesichts der enormen Herausforderungen sei Gesprächsbereitschaft von allen Seiten nötig. Bündnispartner sollen neben der Politik sowohl die Arbeitgeber-, als auch die Arbeitnehmerseite sein, denn „die Bezahlung spielt bei der Attraktivität des Erzieherinnenberufs eine entscheidende Rolle“, so die Ministerin abschließend.

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales vom 27.02.2019

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