Kindertagesbetreuung / Gesundheit

BaWü: Landesregierung engagiert sich für gesunde Ernährung

Kinder und Erzieher frühstücken gemeinsam.
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Ob in der Kita oder der Ganztagsschule: Ernährungsgewohnheiten verändern sich. Es wird immer öfter außer Haus gegessen. Die baden-württembergische Landesregierung stärkt deshalb die Ernährungsbildung und leistet praktische Hilfe für ausgewogenes und gesundes Essen.

„Das Thema Ernährung ist von großer und aktueller gesellschaftspolitischer Relevanz. Der Ausbau von Kindertageseinrichtungen und Ganztagsschulen und die zunehmende Erwerbstätigkeit haben einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf unseren Ernährungsalltag“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Es werde immer weniger zu Hause gekocht, das Wissen über Lebensmittel und deren Zubereitung sinke. Zugleich nehmen ernährungsbedingte Krankheiten wie Diabetes zu, was mit massiv steigenden Kosten im Gesundheitswesen verbunden ist.

Gesundes Essen in Schulen und Kitas

Die Landesregierung reagiert auf diese neuen Herausforderungen: Sie stärkt die Ernährungsbildung in Baden-Württemberg und setzt neue Akzente. Dabei ist gutes und ausgewogenes Essen gerade in Kindertagesstätten und Schulen zentral. Das Verbraucherministerium baut deshalb einen landesweiten Experten-Pool zu dem Thema auf. Knapp 60 Beraterinnen und Berater unterstützen Kitas und Schulen in allen Fragen der Gemeinschaftsverpflegung: Von der Ausstattung der Mensa, über die Frage des Anbieters bis hin zum geeigneten Essensangebot.

Ernährung im Unterricht

„Bei Kindern und Jugendlichen werden die Grundlagen für einen guten Ernährungsstil gelegt“, sagte Verbraucherminister Alexander Bonde. „Deshalb soll das Thema Ernährung auch in der Schule mehr Raum erhalten und im Schulalltag verankert werden.“ So werde das Thema in den neuen Bildungsplan aufgenommen. Zudem setzt die Landesregierung auf die Lehrerinnen und Lehrer. Sie daher wird Fortbildungen zur Ernährung in den Lehrerseminaren ausbauen und eine Informationskampagne in den Pädagogischen Hochschulen starten.

Angebote für Familien in schwierigen Lebenslagen

Um Familien in schwierigen Lebenslagen bei der Bewältigung ihres Alltags zu unterstützen, hat das Land ein Schwerpunktprogramm erarbeitet. In Zusammenarbeit mit den Wohlfahrtsverbänden, Jobcentern und Tafeln vermittelt das Land in praktischen Kursen Wissen rund um Essen und Haushaltsführung. Mit dieser Hilfestellung sind wir in Deutschland Vorreiter“, unterstrich Bonde.

Um diese und weitere neue Akzente umzusetzen hat die Landesregierung die beiden Landesinitiativen „Bewusste Kinderernährung“ und „Blickpunkt Ernährung“ weiterentwickelt. Grundlage für die breite Informationsarbeit ist dabei ein bundesweit einzigartiges Netzwerk von 450 Ernährungsexperten, die allein im vergangenen Jahr über 8.000 Veranstaltungen in Baden-Württemberg durchgeführt haben.

Quelle: Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg vom 11.02.2014

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