Kindertagesbetreuung / Bildungspolitik

AWO-Kitas engagieren sich für Sprachförderung

"Das Thema Spracherwerb darf nicht zur politischen Meinungs- und Stimmungsmache missbraucht werden“, betonte der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler, anlässlich der heute beginnenden zweitätigen AWO Fachtagung „Bildung von Anfang an".

Für die AWO als Trägerin von über 2.100 Kitas sei klar, dass Sprache der Schlüssel zu gesellschaftlicher Teilhabe und damit ein wichtiger Baustein der frühkindlichen Bildung ist. „Deshalb beschäftigen wir uns mit der Frage, wie wir alle Kinder sprachlich bestmöglich fördern können“, erklärte Stadler.

Schon 300 AWO-Kitas sind an der "Offensive Frühe Chancen" des Bundes beteiligt, die Kindertageseinrichtungen zu „Schwerpunkt-Kitas Sprache & Integration“ weiterentwickeln möchte. Damit sollen Kinder mit einem hohen Sprachförderbedarf erreicht und deren Betreuungs- und Bildungsangebot verbessert werden. Der Schwerpunkt liegt auf Einrichtungen, die von Kindern unter drei Jahren besucht werden. Denn, so erklärt der AWO Bundesvorsitzende: „Je früher die Förderung einsetzt, desto höher ist die Chance auf gesellschaftliche Teilhabe für die Kinder.“

Die Fachveranstaltung „Bildung von Anfang an – Durchgängige sprachliche Bildung als Aufgabe der Elementarerziehung“ findet am 11. und 12. April 2011 beim AWO Bundesverband statt. Sie widmet sich der Alltagspraxis und hat das Ziel, wissenschaftliche Erkenntnisse über den Spracherwerb, den Zweitspracherwerb, die Instrumente der Sprachförderung und die politischen Forderungen an die Kindertagesstätten zu analysieren, um so Vorschläge für "gute Praxis" zu entwickeln. 

Herausgeber: Arbeiterwohlfahrt - Bundesverband e.V.

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