Kindertagesbetreuung

Aktionsbündnis Equal Pay Day warnt vor Einsparungen am beschlossenen Ausbau der Kleinkindbetreuung

Das nationale Aktionsbündnis zum Equal Pay Day warnt davor, angesichts der notwendigen Sparanstrengungen der Bundesregierung von den bereits gesetzlich festgeschriebenen Zielen beim Kita-Ausbau abzuweichen und sich damit von einer fortschrittlichen Familienpolitik zu verabschieden.

Eine umfassende Konsolidierung der öffentlichen Haushalte ist zweifellos notwendig. Auf Kinderbetreuungseinrichtungen zu verzichten und damit Erwerbschancen für Eltern zu verschlechtern ist jedoch der falsche Weg. Der Ausbau der Kleinkindbetreuung ist eine dringend erforderliche Investition in die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands. Denn die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft hängt auch davon ab, wie der steigende Fachkräftebedarf in Zukunft gedeckt werden kann. Entscheidend wird dabei sein, dass gerade Frauen ihre Beschäftigungspotenziale noch besser erkennen und noch erfolgreicher einsetzen können. Hierzu sind sie - ebenso wie Männer - auf eine Verbesserung der Kinderbetreuungsinfrastruktur angewiesen.

Wenn auch im familienpolitischen Bereich Sparmaßnahmen vorgenommen werden müssen, sollte dies auf solider Grundlage geschehen. Die nach wie vor ausstehende Überprüfung aller familienpolitischen Leistungen im Umfang von 250 Milliarden Euro im Hinblick auf ihre Kosten, Wirksamkeit und ihren Beitrag für egalitäre Lebensmodelle sollte daher jetzt endlich nachgeholt werden.

Statt den beschlossenen Kita-Ausbau in Frage zu stellen, sollte zum Beispiel besser auf das geplante Betreuungsgeld verzichtet werden. 

Quelle: Deutscher Frauenrat e.V.

ik

Info-Pool