Jugendsozialarbeit / Kinder- und Jugendpolitik

Zu Gast im Bundeskanzleramt: Jugendliche besprechen ihre politischen Anliegen

Bundeskanzleramt in Berlin
Bild: Andreas Dengs, www.photofreaks.ws / pixelio.

13 Jugendliche aus dem Projekt "M&M Mitreden und Mitgestalten" sprachen mit Themenverantwortlichen über ihre Anliegen für eine gute Zukunft. Sie fordern vor allem mehr politische Beteiligung, bessere Ausbildungschancen sowie Chancengleichheit für junge Migrantinnen und Migranten.

Der Besuch im Bundeskanzleramt am 2. Dezember 2014 war ein weiterer Höhepunkt des Projekts "M&M Mitreden und Mitgestalten". Seit April 2013 haben 204 junge Menschen in bundesweit 18 Einrichtungen und Diensten der Erzieherischen Hilfen und der Jugendsozialarbeit ihre Forderungen erarbeitet und an die Politik herangetragen. Die jungen Menschen zwischen 11 und 23 Jahren brachten ihre Lebensthemen auf kreative Weise zum Ausdruck. Pointierte Kurzfilme, berührende Musikstücke und detailreiche Dokumentationen zeigen die ganze Bandbreite ihrer Anliegen und Zukunftsvorstellungen.
Die Mitarbeiterinnen im Bundeskanzleramt zeigten sich beeindruckt von dem Projekt, dem Engagement und der Kreativität der Jugendlichen. Sie nahmen deren Anliegen und Wünsche an die Politik entgegen.

Die Jugendlichen schätzten, dass sie ihre Themen artikulieren konnten und gehört worden sind. Insgesamt fordern sie mehr konkrete politische Beteiligung und mehr Freiheiten sowie Mitspracherechte zur Gestaltung eigener Räume in ihrem Lebensumfeld. Alle Jugendlichen müssen sich beteiligen können, auch beispielsweise diejenigen, die nicht auf Gymnasien gehen oder verbandlich organisiert sind. Beteiligungsstrukturen müssen verstärkt die Bedarfe und Möglichkeiten benachteiligter junger Menschen berücksichtigen.

Die Jugendlichen waren interessiert an den Abläufen und Aufgaben im Bundeskanzleramt und bekamen wertvolle Tipps, wie sie Einfluss nehmen können. "Wir sind ermutigt, auch zukünftig unsere Anliegen an die Politik heranzutragen. Wir möchten etwas bewegen und werden unsere Forderungen weiterhin einbringen", kündigt Asijat Gotschiyaeva vom Projektstandort IN VIA Unna an.

Hintergrundinformation

M&M wird gemeinsam getragen von IN VIA, dem Deutschen Caritasverband, dem Bundesverband katholischer Einrichtungen und Dienste der Erziehungshilfen (BVkE) sowie der Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit (BAG KJS). Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Frauen, Senioren und Jugend.

Quelle: IN VIA Deutschland e.V. vom 02.12.2014

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