Jugendsozialarbeit / Sozialpolitik

Schleswig-Holsteins Bildungsministerin bewilligt Fördermittel für Produktionsschule

Eine Gruppe von Auszubildenden stehen um eine Lehrperson herum und hören diesem zu
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Die Produktionsschule in Flensburg erhält aus dem Landesprogramm Arbeit in den Jahren 2017 bis 2018 eine Förderung in Höhe von 508.608 Euro. Produktionsschulen richten sich an junge Menschen unter 25 Jahren, deren berufliche Perspektive aufgrund von Bildungsdefiziten, Lernmüdigkeit sowie fehlenden Basiskompetenzen stark eingeschränkt ist.

Bildungsministerin Britta Ernst zeigte sich erfreut, dass die Stadt Flensburg erneut mit der Produktionsschule im Landesprogramm Arbeit vertreten sei. "Die Stadt Flensburg hat im aktuellen Wettbewerb um die Fördermittel mit ihrem Konzept sozusagen den ersten Platz erzielt", so die Ministerin am 10. März bei der Übergabe des Bewilligungsbescheides in der Eckener Straße.

Damit werden bis zum Jahresende Teilnahmeplätze für mindestens 126 junge Menschen geschaffen, die sich an echten Arbeits- und Produktionsprozessen erproben können.

Die Produktionsschule sei in Flensburg gut etabliert - das sehe man auch daran, dass sich zwei Jobcenter und die Jugendhilfe an der Finanzierung beteiligen. Die Ministerin wertete dies als gutes Zeichen für die rechtskreisübergreifende Kooperation und dankte den Jobcentern der Stadt Flensburg, des Kreises Schleswig-Flensburg und dem Kinder- und Jugendbüro für das herausragende finanzielle Engagement, das die Produktionsschule auf sichere Füße stellt.

"Wir müssen darauf achten, dass wir niemanden an dem so wichtigen Übergang von der Schule in den Beruf aus dem Blick verlieren und dafür gezielte Angebote vorhalten", sagte Ernst. Dazu gehörten neben Produktionsschulen auch die mittlerweile sechs Jugendberufsagenturen (JBA) in Schleswig-Holstein, die von der Landesregierung mit einer Anschubfinanzierung von 200.000 Euro gefördert würden.

Die Produktionsschulen in den kreisfreien Städten Flensburg, Hansestadt Lübeck und Kiel, sowie in den Landkreisen Dithmarschen, Herzogtum Lauenburg, Ostholstein/Plön und Schleswig-Flensburg erhalten aus dem Landesprogramm Arbeit in den Jahren 2017 bis 2018 eine Förderung in Höhe von zusammen rund 2,829 Millionen Euro. Damit können in der zweiten Förderrunde des Arbeitsmarktprogramms 279 Teilnehmerplätze gefördert werden.

Produktionsschulen richten sich an junge Menschen unter 25 Jahren, deren berufliche Perspektive aufgrund von Bildungsdefiziten, Lernmüdigkeit sowie fehlenden Basiskompetenzen stark eingeschränkt ist.

Mit dem Werkstattprinzip der Produktionsschulen sollen fachpraktische Fähigkeiten und die für eine berufliche Integration notwendigen Sozial- und Personalkompetenzen vermittelt werden. Die individuelle Förderung der Teilnehmenden steht dabei im Vordergrund.

Das Arbeitsmarktprogramm der Landesregierung für die Jahre 2014 bis 2020 setzt auf die Sicherung und Gewinnung von Fachkräften, die Unterstützung bei der Integration von Menschen, die es besonders schwer haben, in den ersten Arbeitsmarkt zu kommen und die Förderung des Potentials junger Menschen. Das Landesprogramm Arbeit hat ein Volumen von etwa 240 Millionen Euro, davon stammen knapp 89 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF).

Quelle: Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein vom 10.03.2017

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