Jugendsozialarbeit / Sozialpolitik

Sächsisches Landesnetzwerk „Sozialkompetenz für die Arbeitswelt“ nimmt Arbeit auf

Eine junge Frau fährt auf einer Rolltreppe, im Hintergrund sind Kollegen und Kolleginnen von ihr zu sehen
Bild: rawpixel.com

Mit der beruflichen Ausbildung beginnt für alle Auszubildenden ein wichtiger neuer Lebensabschnitt. Damit sie im Berufsleben nicht nur fachlich, sondern auch mit sozialer Kompetenz überzeugen, hat am 1. August das Landesnetzwerk „Sozialkompetenz für die Arbeitswelt“ seine Arbeit aufgenommen. Gemeinsam mit Fachleuten und Verantwortlichen der Berufsvorbereitung und -ausbildung sollen Schlüsselkompetenzen bei Auszubildenden sowie jungen Menschen in der Ausbildungsvorbereitung gestärkt werden. Ziel des vom sächsischen Arbeitsministerium geförderten Projektes sind der Aufbau und die Pflege eines sachsenweiten Netzwerks.

Zu der notwendigen Offenheit gegenüber Menschen aus anderen Kulturkreisen kommen hohe Anforderungen an kommunikative und soziale Fähigkeiten im alltäglichen Miteinander sowie bei auftretenden Konflikten. „Die Fachkräfte von morgen brauchen das Rüstzeug für eine international vernetzte Arbeitswelt. Die Exportorientierung sächsischer Unternehmen nimmt weiter zu. Ein kompetenter Umgang mit Kollegen und Kunden aus dem Ausland muss zu einer Selbstverständlichkeit werden“, so Sachsens Arbeitsminister Martin Dulig.

Unter der Leitung des Projektträgers Courage-Werkstatt für demokratische Bildungsarbeit e.V. erforscht, entwickelt und verbreitet das neue Netzwerk Ideen, Handlungsansätze und Angebote mit dem Ziel, die Ausbildungseinrichtungen zu unterstützen. Konkret geht es darum, kommunikative Fähigkeiten bei jungen Menschen zu fördern sowie die Präventions- und Interventionsarbeit in Bezug auf menschenfeindliche Einstellungen und Handlungen zu unterstützen.

Geplant sind unter anderem Round Table-Gespräche, Fachkonferenzen oder E-Learning-Angebote. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund sowie Industrie- und Handwerkskammern umgesetzt.

Auf Grundlage der Fachkräfterichtlinie des SMWA werden regionale und überregionale Maßnahmen gefördert, die zur Fachkräftesicherung im Freistaat Sachsen beitragen. Förderfähig sind u.a. Maßnahmen zur Etablierung einer Willkommenskultur in Arbeit und Ausbildung. Die Förderung des Landesnetzwerks erfolgt auf Basis eines Projektaufrufs vom November 2017.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr vom 31.07.2018

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