Jugendsozialarbeit

Sachsen: Produktionsschulen sind Chance für benachteiligte Jugendliche

Eine Jugendliche lernt einen handwerklichen Beruf.
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Am 2. März besuchte Sozialministerin Barbara Klepsch die "Neue Produktionsschule Moritzburg" und informierte sich über das Zusammenwirken von Sozialarbeitern und Lehrkräften und sprach mit Produktionsschülern und Mitarbeitern der Einrichtung.

Produktionsschulen bereiten benachteiligte junge Menschen, wie Schulabbrecher oder junge Langzeitarbeitslose ohne Ausbildungsabschluss, individuell auf ihren Start in eine Ausbildung und das Erwerbsleben vor. In Einzelfällen kann über eine Schulfremdenprüfung der Schulabschluss nachgeholt werden.

"Produktionsschulen sind wichtig. Denn wer hier lernt und arbeitet, bekommt eine zweite Chance. Ziel ist es, die jungen Menschen für den Arbeitsmarkt zu qualifizieren und sozial zu integrieren", erklärte Ministerin Klepsch bei ihrem Besuch in Moritzburg.

Das Besondere an diesem Angebot der Jugendhilfe liegt neben dem praxisnahen Lernansatz im angeleiteten Arbeiten in Holzwerkstatt, Grüner Werkstatt sowie in der Metallwerkstatt. Staatsministerin Klepsch: "Die Produkte und Dienstleistungen werden auftragsbezogen geschaffen und abgesetzt. Der Lernprozess findet so mit realen Kundenaufträgen für marktorientierte Produkte und Dienstleistungen statt." Das eröffnet den Produktionsschülern im Idealfall Neugier auf weiteres berufsrelevantes Wissen, so Klepsch weiter.

Der Ansatz des international erfolgreichen Modells Produktionsschule wird in Moritzburg seit 2008 verfolgt.

Der Freistaat Sachsen fördert mittlerweile zehn Produktionsschulen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und komplementären Landesmitteln. In den Jahren 2017 und 2018 stehen dafür 5,6 Mio. Euro zur Verfügung.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz vom 02.03.2017

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