Jugendsozialarbeit

Projekt „Keine(r) ohne Abschluss“ weiter erfolgreich

Das Bild zeigt mehrere Schülerinnen und Schüler, die dem Unterricht folgen.
Bild: © Monkey Business - Fotolia.com

Das in Rheinland-Pfalz an zehn Realschulen plus eingerichtete besondere zehnte Schuljahr "Keine(r) ohne Abschluss" hat auch in diesem Schuljahr die Erwartungen voll und die Ausgangsposition der Teilnehmenden für den weiteren beruflichen Lebensweg deutlich verbessert.

Mit dem Projekt „Keine(r) ohne Abschluss“ sollen Jugendliche, die ansonsten die allgemeinbildende Schule ohne Abschluss verlassen würden, in einem zehnten Schuljahr zum Schulabschluss und zur Ausbildungsreife geführt werden. Erreicht werden soll dies durch ein verpflichtendes Ganztagsangebot mit gezielten Förderangeboten im Unterricht sowie durch eine intensive Verknüpfung mit Praxisanteilen in Betrieben. Das Projekt, dessen Verbreitung seit 2009 stetig erweitert wurde, wurde im vergangenen Schuljahr an den Realschulen plus in Ransbach-Baumbach, Birkenfeld, Sohren-Büchenbeuren, Trier-Ehrang, Bad Sobernheim, Ramstein-Miesenbach, Lauterecken-Wolfstein, Bad Bergzabern, Pirmasens (Kirchberg-RS plus) und Kaiserslautern (Lina-Pfaff-RS plus) durchgeführt.

Von den 164 Schülerinnen und Schülern, die in den „Keine/r ohne Abschluss“-Schulen des letzten Schuljahres an dem Projekt teilgenommen hatten, haben 144 Schülerinnen und Schüler den Abschluss der Berufsreife erreicht. Das entspricht einem Anteil von 88 Prozent. Nach aktuellem Stand konnte für knapp 83 Prozent dieser jungen Leute ein direkter Anschluss eröffnet werden. Mehr als die Hälfte der Jugendlichen hatte zum Beginn der Sommerferien schon Ausbildungsverträge unterschrieben und zwar im Maler-, Schreiner-, Schweißer-, Sanitär-, Friseur- oder Dachdeckerhandwerk sowie als KFZ-Mechatroniker, im Einzelhandel oder als Kosmetikerin. Andere Absolventinnen und Absolventen werden in ein Jahrespraktikum in der Altenpflege mit dem Ziel der Vermittlung in ein Ausbildungsverhältnis eintreten oder beginnen das „Freiwillige Soziale Jahr“ zum Beispiel beim Internationalen Bund. Eine dritte Gruppe von Schülerinnen und Schülern, die sich in dem zehnten Schuljahr durch besondere Leistungen ausgezeichnet haben, wird die Schule weiter besuchen und strebt den Abschluss der Mittleren Reife an.

Den Schulleitungen und Kollegien der Realschulen plus gebühre eine ganz besondere Anerkennung, so die Bildungsministerin. „Mit dem außergewöhnlichen Engagement und einem engen Zusammenwirken mit den außerschulischen Partnern, unter anderem der Bundesagentur für Arbeit, konnte den Jugendlichen eine gute Ausgangsposition für ihre weitere gesellschaftliche Teilhabe eröffnet werden.“

Die zentralen Ergebnisse der Biographienforschung durch die wissenschaftliche Begleitung der Universität Trier geben interessante Anstöße für die Arbeit an den Schulen und belegen die nachhaltig positive Wirkung des Projekts für jeden einzelnen Jugendlichen. Interessierten stehen die zentralen Ergebnisse der Biographienforschung auf der Homepage des Projekts zur Verfügung. Eine Publikation der Gesamtstudie ist in der Planung.

Weitere Informationen zum Projekt „Keine/r ohne Abschluss“ unter: www.koa.rlp.de

Quelle: Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz vom 22.07.2013

Info-Pool