Jugendsozialarbeit / Sozialpolitik

Modellversuch in Bayern: Zusammenarbeit zwischen Berufsschulen und Jugendberufsagentur

Drei Auszubildende lernen etwas und werden vom Ausbilder dabei unterstützt
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In Pilotschulen in Fürth, Deggendorf, Mindelheim, Mühldorf und Schwandorf startet der bayerische Modellversuch „Zusammenarbeit zwischen Berufsschule und Jugendberufsagentur“. Das neue Konzept zielt darauf ab, allen Jugendlichen berufliche Perspektiven zu eröffnen und die Zahl von Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz weiter zu senken. Dies geschieht in enger Kooperation zwischen den Akteuren.

„Damit wir künftig noch mehr Jugendlichen dabei helfen können, einen passenden Ausbildungsplatz zu finden und sie für einen Beruf zu begeistern, haben wir zusammen mit der Jugendberufsagentur ein neues Modellprojekt entwickelt: Ab dem Schuljahr 2018/2019 startet es an den Berufsschulen in Fürth, Deggendorf, Mindelheim, Mühlheim und Schwandorf", gab Kultusminister Bernd Sibler in München bekannt. Er ergänzte: „Eine wichtige Aufgabe unserer Schulen ist es, junge Menschen auf eine eigenverantwortliche und selbstständige Zukunft vorzubereiten. Dazu gehört auch, sie bei der Berufsorientierung zu begleiten und sie auf ihrem Weg in einen Beruf zu unterstützen. Dieses neue Konzept hilft, noch mehr Jugendliche für eine Berufsausbildung zu gewinnen. Unser Ziel ist es, jedem Jugendlichen eine solide berufliche Perspektive zu eröffnen.“

Im Rahmen des Modellprojekts „Zusammenarbeit zwischen Berufsschule und Jugendberufsagentur“ richten die Pilotschulen sogenannten Überbrückungsklassen in Form eines zusätzlichen Berufsvorbereitungsjahres ein. Dabei stimmen sie sich eng mit den regionalen Akteuren der Jugendberufsagentur (JBA) – v.a. den Agenturen für Arbeit vor Ort, den Jobcentern und der Jugendhilfe – ab. In kleinen Lerngruppen von acht bis sechzehn Schülerinnen und Schülern und unter sozialpädagogischer Betreuung lernen Jugendliche, die noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben und keine weiterführende Schule besuchen, Berufsfelder kennen. Ziel ist, die Zahl von Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz weiter zu senken. In Zusammenarbeit mit den Akteuren der JBA werden neue Möglichkeiten ausgelotet, um die jungen Erwachsenen auf eine Ausbildung vorzubereiten. Gerade durch die Kooperation sollen vor Ort Synergien genutzt werden.

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus vom 18.07.2018

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