Jugendsozialarbeit / EU-Jugendstrategie

Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit: "Was garantiert Europa der Jugend?"

Europaflagge
Bild: bykst / pixabay.com

Der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit sieht in einer verbindlichen Ausbildungsgarantie für Jugendliche die Chance auf eine echte Verbesserung für die Betroffenen: Eine erfolgreiche nationale Umsetzung der EU-Jugendgarantie kann nur als Ausbildungsgarantie gelingen.

„Nur eine Ausbildungsgarantie gewährleistet eine angemessene nationale Umsetzung der EU-Jugendgarantie – ansonsten brauchen wir nicht von einer Garantie zu sprechen.“ Mit deutlichen Worten positioniert sich der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit anlässlich der Konferenz der Europäischen Kommission, die am heutigen Dienstag zur Jugendgarantie tagt. Gleichzeitig hat heute auch das Bundeskabinett die nationale Implementierung der Jugendgarantie beschlossen.

Mit der Jugendgarantie soll Jugendlichen nach höchstens vier Monaten Arbeitslosigkeit eine Beschäftigung, Lehrstelle oder Weiterbildung angeboten werden. So will man der EU-Jugendarbeitslosigkeit von ca. 24 Prozent entgegenwirken. „In Deutschland ist dabei weniger die Höhe der Quote entscheidend als die große Zahl junger Menschen, die langfristig ohne qualifizierte Ausbildung bleiben“, so Walter Würfel, der Sprecher des Kooperationsverbundes. „Wir können uns nicht darauf zurückziehen, dass bei uns schon alles vorbildlich geregelt sei!“ Hierzulande bleiben rund 14 Prozent eines jeden Altersjahrgangs langfristig ohne anerkannte berufliche Qualifikation.

Der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit sieht in einer verbindlichen Ausbildungsgarantie für Jugendliche die Chance auf eine echte Verbesserung für die Betroffenen. „Alle jungen Menschen müssen die Möglichkeit haben, einen Ausbildungsplatz zu bekommen – und zwar durch kohärente Förderung und eine Ausbildungsgarantie“, so Würfel.

Das Positionspapier „Was garantiert Europa der Jugend?“ gibt es hier.

Weitere Informationen gibt es hier.

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