Jugendsozialarbeit / Flucht und Migration

Junge Zugewanderte: Ein Gewinn für Wirtschaft und Gesellschaft

Auf der sechsten Station ihrer "Integrationstour 2010" durch Nordrhein-Westfalen haben Integrationsminister Guntram Schneider und die für Integration zuständige Staatssekretärin Zülfiye Kaykin heute die "Gruppe Potenziale" im Integrationsministerium empfangen.

Die "Gruppe Potenziale" ist eine Initiative des Integrationsministeriums und der Regionalen Arbeitsstellen zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien (RAA). In der Gruppe engagieren sich beruflich erfolgreiche junge Leute mit Zuwanderungsgeschichte ehrenamtlich für die berufliche Integration anderer Jugendlicher mit Migrationshintergrund.

"Junge Menschen mit Zuwanderungsgeschichte, die selbstbewusst ihren Weg gehen und beruflich erfolgreich sind, haben Vorbildfunktion für andere", erklärte Integrationsminister Guntram Schneider. "Die Mitglieder von „Potenziale“ verkörpern Erfolgsgeschichten von Integration in unserem Land. Sie zeigen, dass ein beruflicher und gesellschaftlicher Aufstieg möglich ist. Mit ihrem Vorbild machen sie anderen Menschen Mut."

Im Gespräch mit der "Gruppe Potenziale" ging es um die Chancen von Jugendlichen mit Migrationshintergrund auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. "Die Kompetenzen von Jugendlichen mit Zuwanderungsgeschichte werden oft immer noch zu wenig wahrgenommen", sagte Schneider. "Mehrsprachigkeit oder die Fähigkeit, Perspektiven zu wechseln und mit unterschiedlichen Kulturen flexibel umgehen zu können, sind ein Gewinn für Wirtschaft und Gesellschaft", betonte Schneider.

 "Dass junge Menschen mit Zuwanderungsgeschichte selbst mit guten und sehr guten schulischen Leistungen schlechtere Chancen auf dem Ausbildungsmarkt haben, ist nicht hinnehmbar", erklärte Staatssekretärin Zülfiye Kaykin. Sie appellierte an alle verantwortlichen Unternehmer, die Kompetenzen dieser Jugendlichen wahrzunehmen und zu nutzen. 

Im Rahmen der ersten Integrationstour in Nordrhein-Westfalen überhaupt besuchen Minister Schneider und Staatssekretärin Kaykin verschiedene Projekte und Einrichtungen im Land. Auch führen sie Gespräche mit Integrationspraktikern vor Ort. "Unser Ziel ist es, im Frühjahr ein Integrationsgesetz vorzulegen", sagte Schneider. Vorbild seien gelungene Integrationsbeispiele in den Kommunen. "Die Städte und Gemeinden haben eine zentrale Bedeutung für das Gelingen der Integration", erklärten Minister Schneider und Staatssekretärin Kaykin.

Quelle: Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales NRW

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