Fachzeitschrift

Jugendsozialarbeit trotz(t) Krise – Schwerpunktthema der Zeitschrift DREIZEHN

Junge Frau mit Schutzmaske auf dem Titelbild der Zeitschrift DREIZEHN
Bild: Kooperationsverbundes Jugendsozialarbeit

Die 25. Ausgabe der DREIZEHN – Zeitschrift für Jugendsozialarbeit mit dem Titel „Jugendsozialarbeit trotz(t) Krise“ beleuchtet die Auswirkungen der Coronapandemie auf die Jugendsozialarbeit und ihre Zielgruppen.

Die Coronapandemie hat massive Auswirkungen auf alle Lebensbereiche und stellt uns individuell sowie als Gesellschaft vor besondere Herausforderungen. Jugendsozialarbeit trotzt der Krise – im Sinne ihrer Zielgruppe und im Vertrauen in ihre Kompetenzen; denn trotz der Umstände werden Wege gesucht, gefunden und neu begangen, um das professionelle Arbeitsbündnis mit den Adressat(inn)en aufrechtzuerhalten und auszubauen. Auf den oft steinigen und fremden Pfaden wird den Fachkräften ein hohes Maß an Flexibilität und Kreativität abverlangt, bei gleichzeitig starker Arbeitsbelastung.

Schwerpunktthema Coronapandemie

In der 25. Ausgabe der DREIZEHN mit dem Titel „Jugendsozialarbeit trotz(t) Krise – Auswirkungen der Coronapandemie auf die Jugendsozialarbeit und ihre Zielgruppen“ wird in der Analyse und im Kommentar der Blick gerichtet auf die Situation der Beschäftigten der Sozialen Arbeit und die Lebenswelten junger Menschen während der Coronakrise.

In der Rubrik Vor Ort berichten die Autor(inn)en vom sozialpädagogisch begleiteten Jugendwohnen und vom Projekt Gemeinsam Stark Ortenau, in dem sich Jugendliche politisch engagieren und dabei die Herausforderungen der Pandemie meistern, in Praxis konkret von der Arbeit der Jugendmigrationsdienste und von „kreativen Methoden in einer außergewöhnlichen Situation“ aus dem Handlungsfeld Straßensozialarbeit.

Als zukünftige Chancen für die Jugendsozialarbeit werden die Themen lebensweltorientierte Gesundheitsförderung an Schule und Digitalisierung vorgestellt. Die Autor(inn)en beleuchten die Missstände und stellen den Entwicklungsbedarf in diesen Bereichen vor.

Der Weg zur wohl größten Reform des Kinder- und Jugendhilfegesetzes und die Folgen für das Handlungsfeld der Jugendsozialarbeit werden in der Nachlese kritisch nachgezeichnet.

Aus dem Inhalt

In Ausgabe 25 erkennen die Autor(inn)en Nikolaus Meyer, Sebastian Franz, Elke Alsago & Christina Buschle in ihrer Analyse eine Verschärfung der Beschäftigungssituation, langfristige Gefahren für die Zusammenarbeit mit der Zielgruppe und eine bei den Fachkräften als gering wahrgenommene gesellschaftliche Anerkennung. Eva Berg spricht in ihrem Kommentar von einer „Missachtung Sozialer Arbeit und junger Menschen“ im Prozess politischer Entscheidungsfindung. Sie stellt Forderungen zur Aufwertung der Profession zusammen und fragt scharf: „Wie #dauerhaftsystem(ir)-relevant ist Soziale Arbeit?“.

Praxis konkret: Jugendmigrationsdienste und Straßensozialarbeit

Wie kann Aufsuchende Jugendsozialarbeit gelingen, wenn Kontaktbeschränkungen gelten und der Zugang zur Straße eingeschränkt oder unmöglich ist? Elvira Berndt präsentiert ab „kreative Methoden in einer außergewöhnlichen Situation“ aus dem Handlungsfeld Straßensozialarbeit. Erfahrungen und Erkenntnisse aus Beratungsangeboten und Projekten der Jugendmigrationsdienste schildern Talibe Süzen, Erzsébet Lajos, Dilvin Şahin und Peter Widmann – ebenfalls in der Rubrik Praxis konkret.

Wie geht es eigentlich jungen Menschen? „Generation Corona“?!

In öffentlichen Debatten wurden sie insbesondere zum Beginn der Pandemie auf ihre Rolle als Schüler/-innen und Student(inn)en reduziert. In den Medien wurde während des „XXL Lockdowns“ über den Frust einer „Lost Generation Corona“ berichtet und Jugendliche wurden nicht selten als Menschen dargestellt, die lediglich „Randale im Kopf“ haben und sich den „Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie“ auf illegalen „Coronapartys“ widersetzen.

Die Beiträge der Autorinnen Anne Berngruber & Nora Gaupp und Anna Lips & Tanja Rusack erlauben mit ihren Studienergebnissen einen präziseren Einblick in die Lebenswelten junger Menschen. Den Übergang in eine Ausbildung – eine für viele junge Menschen zentrale Umbruchphase – während der Coronapandemie beleuchtet mit Fokus auf benachteiligte Jugendliche M. Tuan Nguyen. Fragt man die Jugendlichen direkt, wird deutlich: Viele von ihnen haben nicht das Gefühl, ernst oder gar wahrgenommen zu werden.

Berichte vor Ort: Das Projekt Gemeinsam Stark Ortenau und Jugendwohnen

Eine Gruppe von Jugendlichen, die sich Gehör verschaffen möchte, hat sich im Projekt „Gemeinsam Stark Ortenau“ zusammengefunden. Sie erzählen im Interview mit Marc Grube, was sie zu ihrem politischen Engagement bewegt und wie sie versuchen „trotz Corona“ ihre Motivation nicht zu verlieren. Alissa Schreiber berichtet vor Ort von der Situation beim Jugendwohnen.

SGB VIII-Reform – Das „Kinder- und Jugendstärkungsgesetz“

Die wohl größte Reform des Kinder- und Jugendhilfegesetzes gewinnt Ende 2020 an Fahrt. Christine Lohn & Marion von zur Gathen zeichnen in der Nachlese den Reformprozess und die Folgen für das Handlungsfeld der Jugendsozialarbeit kritisch nach.

Die Krise als Chance

Die Auswirkungen der Pandemie werfen das Scheinwerferlicht auf bereits bekannte und bislang verborgene Missstände. Eine Krise auch als Chance für Neues zu begreifen – das könnte die Jugendsozialarbeit für sich und ihre Zielgruppen leisten: Beispiele nennen Friederike Siller & Valentin Frangen für Entwicklungen im Bereich der Digitalisierung und Alexandra Hepp & Anna Lena Rademaker für eine lebensweltorientierte Gesundheitsförderung in Schule.

DREIZEHN druckfrisch oder digital

Die Onlineausgabe der 25. Ausgabe findet sich als PDF-Dokument auf jugendsozialarbeit.de/dreizehn25.

Die Printausgabe der 25. DREIZEHN ist am 12.05.2021 erschienen und kann – wie auch die bereits erschienenen Ausgaben – kostenlos bestellt werden. Bitte schreiben Sie dazu mit Angabe Ihrer Adresse, der gewünschten Ausgabe und der Menge der Exemplare eine E-Mail an: dreizehn@DontReadMejugendsozialarbeit.de

Informationen zu allen Ausgaben der DREIZEHN finden Sie ebenfalls auf: jugendsozialarbeit.de

Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit

Herausgeben wird die DREIZEHN vom Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit, in dem sich die Arbeiterwohlfahrt (AWO), die Bundesarbeitsgemeinschaften Evangelische Jugendsozialarbeit (BAG EJSA) und Katholische Jugendsozialarbeit (BAG KJS), die Bundesarbeitsgemeinschaft örtlich regionaler Träger der Jugendsozialarbeit (BAG ÖRT), der Paritätische Gesamtverband (DER PARITÄTISCHE), das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und der Internationale Bund (IB) zusammengeschlossen haben.

Quelle: Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelische Jugendsozialarbeit e.V. (BAG EJSA)

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