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Jugendsozialarbeit / Sozialpolitik

Jugendberufsagenturen in Sachsen: Alle Ansprechpartner unter einem Dach

Eine Gruppe von Auszubildenden stehen um eine Lehrperson herum und hören diesem zu
Bild: © Monkey Business - Fotolia.com

Sachsens Arbeitsminister Martin Dulig benennt den Aufbau und die Weiterentwicklung von Jugendberufsagenturen als klare Ziele des Wirtschaftsministeriums, um die Übergänge von Schule zu Ausbildung und Ausbildung zu Beruf weiter zu verbessern.

Arbeitsminister Martin Dulig äußerte sich am 10. November zur Debatte zum Antrag der Fraktionen SPD und CDU "Jugendberufsagenturen" im Sächsischen Landtag: "Wir brauchen alle Jugendlichen – niemand ist verzichtbar".

Das Konzept der Jugendberufsagentur sieht gebündelte Angebote zur Unterstützung und Begleitung bei der Berufswahl und -vorbereitung, der Suche nach einem geeigneten Ausbildungsplatz, der Wahl geeigneter Ausbildungswege, der Wahl des passenden Studiums und der Bewältigung von persönlichen Problemen vor.

"Klarer Vorteil ist, dass unsere Jugendlichen nicht mehr zu verschiedenen Stellen gehen müssen, sondern in der Jugendberufsagentur alle richtigen Ansprechpartner an einem Ort finden. Maßnahmen können so besser aufeinander abgestimmt und am Bedarf der oder des einzelnen Jugendlichen ausgerichtet werden", so Arbeitsminister Martin Dulig. Es erfolgt eine Verzahnung zwischen Bundesagentur für Arbeit, Jobcenter, Schule und Jugendhilfe, ohne dass eine neue Institution geschaffen wird.

Verbesserte Berufsorientierung

Die Jugendberufsagentur schafft ein gebündeltes Angebot für Berufseinsteiger, um ihren Übergang von der Schule in den Beruf und um ihre Integration in den Arbeitsmarkt zu erleichtern und das bereits frühzeitig im Sinne einer intensiven und qualitativ verbesserten Berufsorientierung ab Klasse 7 in allen Schularten. Perspektivisch soll jeder junge Mensch in dieser wichtigen Lebensphase frühzeitig die Möglichkeit einer Beratung und Begleitung angeboten bekommen.

"Von einem solchen niederschwelligen Angebot können vor allem diejenigen Jugendlichen profitieren, die aufgrund von sozialen oder individuellen Problemen auf besondere Unterstützung angewiesen sind. Wir brauchen jede und jeden Jugendlichen und dürfen auf niemanden verzichten. Es darf niemand verloren gehen. Es geht um Fördern und Fordern. Die Jugendberufsagentur kann junge Menschen dabei unterstützen, ihre Zukunft in die Hand zu nehmen. Dies ist wichtig für jeden einzelnen, für das Gemeinwohl und den Wirtschaftsstandort", betonte Arbeitsminister Martin Dulig in seiner Rede.

"Wir müssen gemeinsam dafür sorgen, dass allen jungen Menschen in Sachsen der Übergang von Schule in Ausbildung oder Studium gelingt und sie diese auch erfolgreich abschließen. Die Staatsregierung wird die dafür notwendige Kooperation aller Akteure nach Kräften unterstützen. Ich sehe hier großes Potential und hoffe, dass die Zusammenarbeit zwischen Schulen, Agenturen für Arbeit, Jobcenter und Jugendhilfe auf regionaler Ebene weiter intensiviert wird."

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr vom 10.11.2016

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